Stand: 01.05.2016 11:58 Uhr

"Kurti" ist tot - Tierschützerin zeigt Wenzel an

Die Vorsitzende der Hamburger Tierschutzpartei Ethia, Bettina Jung, hat nach der Tötung des "Kurti" genannten Wolfs Strafanzeige gegen Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) gestellt. Ihrer Ansicht nach besteht der Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz, sagt Jung. Der Wolf sei gesund gewesen und habe sich Menschen gegenüber nicht aggressiv verhalten, argumentiert sie. Jung fordert eine "lückenlose Dokumentation des Falles anhand der Senderdaten". Das Tier war mit einem Peilsender ausgestattet.

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Der Wolf Kurti.

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Naturschützer können Tötung nachvollziehen

Am Mittwoch war der Wolf mit dem offiziellen Namen "MT6" bei Bad Fallingbostel (Heidekreis) erschossen worden. Er war mehrfach Menschen sehr nahe gekommen und hatte sein Verhalten auch nach einer Vergrämung nicht verändert. Wenzel zufolge wurde die Tötung nach Absprache mit mehreren Behörden und Naturschutzverbänden als einzige Möglichkeit angesehen. Einige hätten das Tier lieber in ein Gehege gebracht, doch diese Idee setzte sich im Ministerium nicht durch. Ein erwachsener Wolf wie "MT6" nimmt laut Naturschutzbund Nabu ein Revier von rund 250 Quadratkilometern in Anspruch. Der Nabu und andere Umweltschutzverbände äußerten Bedauern über "Kurtis" Tod, betonten aber auch, dass sie die Entscheidung nachvollziehen könnten.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 28.04.2016 | 19:30 Uhr

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