Stand: 15.01.2019 16:37 Uhr

Hochansteckendes Virus bei Wildschwein nachgewiesen

Drei Wildschweine. © dpa Foto: Carsten Rehder
Der Mensch ist nicht gefährdet: Die Aujeszkysche Krankheit ist erstmals im Heidekreis nachgewiesen worden.

Erstmals sind bei einem Wildschwein im Heidekreis Hinweise auf eine gefährliche Viruskrankheit aufgetaucht. Es handele sich nach Angaben des Landkreises um die Aujeszkysche Krankheit (AK), die auch auf Hausschweine und Haustiere übergehen kann. Die Behörden bitten daher alle Schweinehalter um besondere Vorsicht. Jägern wird dringend empfohlen, die Eingeweide erlegter Wildschweine nicht an Hunde zu verfüttern, da sich die Tiere mit der Krankheit infizieren könnten.

Der Mensch ist nicht betroffen

Die nach dem ungarischen Tierarzt Aladar Aujeszky benannte Krankheit ist eine weltweit verbreitete, virusbedingte, hochansteckende Allgemeinerkrankung vieler Säugetierarten, wobei das Schwein der Hauptwirt ist. Nur Primaten und Pferdearten gelten als resistent. Der Mensch ist nicht betroffen. Bei Hunden und Katzen verläuft die Infektion mit dem AK-Virus immer tödlich. In den zurückliegenden 15 Jahren wurde AK im Heidekreis weder bei Haus- noch bei Wildschweinen nachgewiesen.

Kein Tierseuchenausbruch

Der Landkreis legt Wert auf die Feststellung, dass der Antikörperfund bei Wildschweinen weder anzeige- noch meldepflichtig und daher aus rechtlicher Sicht "nicht als Tierseuchenausbruch" zu bewerten sei. Nach Informationen des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) konnte AK erstmals im Dezember 2011 bei Wildschweinen in Niedersachsen nachgewiesen werden. Regelmäßige Monitoruntersuchungen legten die Vermutung nahe, dass sich der Erreger zunehmend in der niedersächsischen Schwarzwildpopulation ausbreitete.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 15.01.2019 | 10:30 Uhr

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