Stand: 25.08.2015 19:27 Uhr

Fall Drage: Polizei reduziert Sonderkommission

Nach intensiver wochenlanger Suche im Fall Drage verkleinert die Polizei die Sonderkommission (SoKo) auf drei Beamte. Auf der Suche nach der vermissten Sylvia Schulze und ihrer Tochter Miriam hatte die Polizei in der vergangenen Woche am und im Seppenser Mühlenteich bei Buchholz in der Nordheide mehrere Tage unter anderem auch Taucher und Spürhunde eingesetzt. Am Donnerstag war die Aktion ohne Ergebnis abgebrochen worden. Das war die bislang heißeste Spur nach der vermissten 43-Jährigen und der zwölf Jahre alten Tochter.

Polizei verfolgt Spuren weiter

Der 41 Jahre alte Vater war bereits am 31. Juli tot aus der Elbe bei Lauenburg (Schleswig-Holstein) geborgen worden. Die Ermittler gehen von einem Familiendrama aus. Es gebe noch "Restarbeiten" zu erledigen, sagte Polizeisprecher Jan Krüger am Dienstag. Eine wirklich heiße Spur sei aber nicht mehr dabei. "Wir bekommen noch ein, zwei, drei Mails pro Tag", berichtete er vom derzeitigen Stand der Ermittlungen. Die Akte im Fall Drage werde aber noch nicht geschlossen. Bei neuen Hinweisen auf den Verbleib von Mutter und Tochter werde die Polizei dem nachgehen. Gegebenenfalls werde auch das Personal für die Ermittlungen wieder aufgestockt. "Im Moment ist es ein Vermisstenfall, der noch nicht geklärt werden konnte", sagte der Polizeisprecher.

See nach Zeugenhinweis abgesucht

Zwischenzeitlich waren mit dem Fall Drage 25 Ermittler betraut. Zuvor war der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" thematisiert worden. Danach hatte sich eine Zeugin gemeldet, die die Familie am Seppenser Mühlenteich gesehen haben wollte. Daraufhin hatte die Polizei die bislang größte Suchaktion seit dem Verschwinden der Familie gestartet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 25.08.2015 | 17:00 Uhr

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