Stand: 21.12.2020 10:46 Uhr

Corona-Shutdown: Lüneburg fährt Verwaltung herunter

Das Lüneburger Rathaus mit dem Marktplatz davor. © picture alliance/DUMONT Bildarchiv Foto: Gerald Haenel
Die Lüneburger Verwaltung macht weitgehend dicht. (Archivbild)

Während des sogenannten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie fährt Lüneburgs Verwaltung ihren Betrieb massiv herunter. Alle Ämter und städtischen Einrichtungen haben laut einer Stadtsprecherin geschlossen - und zwar vom 28. Dezember bis einschließlich 10. Januar. Bis dahin sei das Bürgeramt nur für bereits vereinbarte Termine erreichbar. Das gelte auch fürs Heiraten. Alle schon festgelegten Termine fänden aber wie besprochen statt, so die Sprecherin.

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Ein alter Kran im Lüneburger Hafenviertel. © NDR Foto: Julius Matuschik
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"Lockdown", "Shutdown", "Exit" - Neues in der Alltagssprache

"Lockdown", "Shutdown", "Exit"-Strategie - das Vokabular in der Corona-Pandemie ist bisweilen mit Anglizismen durchsetzt und transportiert neue Worte in die Alltagssprache. Nicht immer trifft die Übersetzung den Kern des Ursprungsbegriffs, erklärt Annette Klosa-Kückelhaus, Bereichsleiterin in der Abteilung Lexik am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.

"Lockdown", "Shutdown" und "Exit"
Die Begriffe sind dem Englischen entlehnt und bezeichnet einen Zustand der regionalen Isolation oder Eindämmung aus Sicherheitsaspekten (Lockdown) beziehungsweise die zeitlich nicht weiter definierte Schließung eines Geschäfts oder einer Fabrik (Shutdown). Der Begriff "Exit" ist die englische Bezeichnung für "Ausgang" oder "Notausgang". Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bezeichnet "Exit" die Beendigung von "Lockdown"- oder "Shutdown"-Maßnahmen - also einen Ausweg aus dem gesellschaftlichen Stillstand.

Einführung in die Alltagssprache
Die Worte werden seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf einen Zustand entlehnt, für den es im Deutschen ganze Sätze benötige, so Klosa-Kückelhaus: Das Herunterfahren beziehungsweise den Stillstand des privaten, öffentlichen und/oder wirtschaftlichen Lebens zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Bisher seien diese Verwendungen nur für die Corona-Pandemie zu beobachten. Um diese Bedeutungen allgemeinsprachlich zu verfestigen, bedürfe es der Verwendung in anderen Kontexten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 21.12.2020 | 06:30 Uhr

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