Stand: 29.07.2019 12:00 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Weil lobt Rackete und warnt vor "Massenfriedhof"

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Ministerpräsident Weil (SPD) macht sich für eine neue EU-Seenotrettungsmission stark. (Archiv)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist voll des Lobes für Kapitänin Carola Rackete aus Hambühren (Region Hannover). "Hoch achtbar" nannte Weil das Engagement privater Retter von Flüchtlingen aus Seenot. Darüber hinaus warb er für eine neue Seenotrettungsmission der EU im Mittelmeer. "Europa sollte am besten keine 24 Stunden mehr zusehen", sagte Weil in Hannover. "Der Massenfriedhof Mittelmeer wird Tag für Tag größer." An einer geregelten Aufnahme von geretteten Flüchtlingen führe kein Weg vorbei. "Das sollte für Europa ein ethisches Minimum sein."

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Weil plädiert für Fortsetzung von EU-Projekt "Sophia"

Immer wieder ist es in den vergangenen Wochen und Monaten zu schweren Bootsunglücken mit Menschen gekommen, die auf dem Weg nach Europa waren. Erst vor wenigen Tagen kamen vor Libyen wieder Dutzende Migranten ums Leben. "Ich würde mir wünschen, dass das EU-Seenotrettungsprojekt 'Sophia' fortgesetzt wird", sagte Weil. "Wenn das schon nicht der Fall ist, müssen die privaten Organisationen zumindest sicher sein können, dass die Menschen, die sie retten, verteilt werden."

Italien und Malta stellen sich quer

Private Seenotretter wie Rackete und ihre Besatzung sind derzeit kaum noch unterwegs, weil Italien und Malta ihnen in der Regel die Einfahrt in ihre Häfen verbieten. Die beiden Länder bestehen zunächst auf eine Einigung der EU-Länder zur Verteilung geretteter Migranten. Deutschland und Frankreich waren zuletzt jedoch mit dem Versuch gescheitert, eine gemeinsame Lösung mit anderen EU-Staaten auf den Weg zu bringen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.07.2019 | 12:00 Uhr

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