Stand: 30.11.2020 17:12 Uhr

Urkundenfälschung? Ehemaliger Pastor ab Januar vor Gericht

Vier Geldscheine fächern sich in einem Portemonnaie auf. © picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa Foto: Monika Skolimowska
Ein früherer Pastor soll Rechnungen gefälscht haben. (Themenbild)

Ein früherer Pastor aus dem Landkreis Hildesheim muss sich ab Januar vor dem Hildesheimer Landgericht verantworten. Dem 61-Jährigen wird Betrug und Urkundenfälschung in 163 Fällen vorgeworfen. Der Angeklagte war Pastor in Eime und Vorstandsmitglied des Kirchenverbandes. Zwischen 2012 und 2016 soll er gefälschte oder fingierte Quittungen und Rechnungen beim Kirchenamt eingereicht haben, um sich dadurch eine dauerhafte zusätzliche Einnahmequelle zu verschaffen, so der Vorwurf. Auf diese Weise hat er laut Gericht mehr als 52.000 Euro erhalten. Das Landgericht hat die Anklage nach eigenen Angaben nun zugelassen.

Belege am Computer selbst erstellt?

Die Anschaffung der in den Rechnungen aufgeführten Gegenstände und Leistungen sollen weder durch einen Beschluss des Kirchenvorstands gedeckt noch für den Kirchenverband bestellt worden sein, so die Anklage. Der 61-Jährige habe die Belege in meist dreistelliger Höhe unter anderem am Computer selbst hergestellt und die Unterschriften gefälscht.

Teilbetrag zurückgezahlt

Der Prozess gegen den ehemaligen Pastor beginnt am 20. Januar. Das Gericht hat 17 Termine bis Mai angesetzt. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat den Pastor bereits suspendiert. Einen Teil des mutmaßlich ergaunerten Betrags habe er zurückgezahlt, heißt es.

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