Stand: 18.02.2019 18:26 Uhr

Jogger verletzt: Jäger darf nicht mehr jagen

Ein Jäger aus dem Landkreis Schaumburg, der durch einen unabsichtlich ausgelösten Schuss einen Jogger am Kopf getroffen und verletzt hat, darf nicht mehr jagen. Das Verwaltungsgericht hat einen einen Eilantrag des Mannes gegen Ungültigkeitserklärung und Einziehung seines Jagdscheines abgelehnt, wie aus einem am Montag mitgeteilten Beschluss hervorging.

Schuss zunächst geleugnet

Der Landkreis Schaumburg hatte im Dezember entschieden, Jagd-Lizenz und Waffenschein einzuziehen. Im vergangenen Juli hatte sich aus der Waffe des Mannes ein Schuss gelöst und einen rund 400 Meter entfernten Mann am Kopf getroffen. Das 31-jährige Opfer war zu diesem Zeitpunkt mit seinen drei Kindern unterwegs. Aus Sicht des Gerichts ist erwiesen, dass der Mann nur unzuverlässig die Waffe handhaben könne. Ein zukünftiger verantwortungsvoller Umgang mit Jagdwaffen sei nicht zu erwarten. Daher dürfe er zum Schutz der Allgemeinheit nicht weiter jagen. Zudem habe der Jäger den Schuss zunächst geleugnet und im weiteren Verlauf mehrfach abweichende und widersprüchliche Angaben zur Tat gemacht, hieß es. Gegen den Beschluss kann Beschwerde eingelegt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 18.02.2019 | 17:00 Uhr

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