Stand: 07.07.2020 10:15 Uhr

Schröder: Lehrer doch keine "faulen Säcke"

Gerhard Schröder bei einem Interview © dpa/picture-alliance Foto: Daniel Karmann
25 Jahre nach seiner "Faule Säcke"-Aussage hat Altkanzler Schröder eine geänderte Sicht auf Lehrer. (Archivbild)

"Ihr wisst doch ganz genau, was das für faule Säcke sind". Mit diesem Satz sorgte Gerhard Schröder in einem Schülerzeitungs-Interview - es ging um Lehrer und er war noch SPD-Ministerpräsident - im Jahr 1995 für großes Aufsehen. Mittlerweile sieht der Altkanzler das anders: "Ich hab das früher mal ein bisschen überzogen kritisiert, aber ich hab mich eines Besseren belehren lassen müssen: Es gibt ein großes Engagement von vielen über den Schulalltag hinaus", sagte Schröder in seinem Podcast "Die Agenda", der am Dienstag erschien.

Keine leichte Aufgabe für Schulen

Die Lehrer könnten aber die sozial unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler nicht wettmachen. Wenn Eltern morgens "schlecht aufstehen können und die Kinder dann im Winter auf einmal im Schlafanzug mit 'nem Parka drüber in der Schule sind [...] dann macht das ein Problem, das die Schule nur bedingt aufarbeiten kann." Wenn heute der Computer in der Familie fehle, hätten es die Kinder deutlich schwieriger, sagte der Altkanzler. "Gott sei Dank bin ich nicht derjenige, der die Kinder lehren muss, wie man mit Computern umgeht. Denn ich komme gerade mit dem Handy zurecht."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.07.2020 | 14:00 Uhr

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