Stand: 30.06.2019 12:55 Uhr

SPD-Vorsitz: Pistorius denkt über Kandidatur nach

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Boris Pistorius war Anfang 2018 bereits im Gespräch für das Amt des Bundesinnenministers.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius kann sich vorstellen, als Parteivorsitzender für die Bundes-SPD zu kandidieren. Wenn es bei Juso-Chef Kevin Kühnert und Gesine Schwan als einzige Kandidaten bleibe, würde er sich überlegen, auch anzutreten, sagte Pistorius der "Welt am Sonntag". Die neue Parteisspitze müsse teamfähig und dazu in der Lage sein, das eigene Ego auch einmal zurückzustellen, so Pistorius. Sollte er sich tatsächlich um den SPD-Vorsitz bewerben, dann wolle er nur "im Tandem" - also mit einem Partner oder einer Partnerin - antreten.

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Pistorius: Neue Parteiführung muss "teamfähig" sein

Die neue Parteiführung müsse "teamfähig sein" und "dazu in der Lage, das eigene Ego auch einmal zurückzustellen", sagte Pistorius. Sie müsse "zuhören können und eine Sprache sprechen, die auch verstanden wird". Ursprünglich sei er gegen den Plan gewesen, die Sozialdemokraten künftig von zwei Vorsitzenden führen zu lassen, so Pistorius weiter. Inzwischen trage er den entsprechenden Entscheid des Parteivorstandes aber voll mit.

Welche ist die beste Lösung für die Partei?

In dem Interview mit der "Welt am Sonntag" lässt sich Pistorius aber ein Hintertürchen offen. Für ihn stehe derzeit nicht im Vordergrund, ob er es machen würde oder könnte - sondern welche die beste Lösung für die SPD sei. Wenn es jemanden gebe, von dem er glaube, dass er oder sie das könne, dann werde er die Person voll unterstützen, so Pistorius.

Bewerbungsfrist beginnt

Der Vorsitz der Bundes-SPD soll nach einem Mitgliedervotum auf einem Parteitag Anfang Dezember besetzt werden. Die Bewerberfrist läuft vom 1. Juli bis 1. September. Die bisherige Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles war nach dem Debakel bei der Europawahl zurückgetreten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.06.2019 | 11:00 Uhr

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