Stand: 18.03.2019 05:49 Uhr

Masern: Weitere Impf-Kontrollen in Hildesheim

Schüler und Beschäftigte zweier weiterer Schulen in Hildesheim müssen am Montag ihren Impfpass mitbringen. (Themenbild)

Der heutige Schultag beginnt für die Schüler der 8. und 10. Klassen der St. Augustinus-Oberschule und der 10. und 12. Klassen der Waldorfschule in Hildesheim mit Kontrollen. Sie müssen ihre Immunität gegen Masern nachweisen. Auch alle Lehrkräfte und Angestellten, die mit diesen Jahrgängen in Kontakt sind, müssten ihren Impfschutz belegen, sagte die Sprecherin des Landkreises Hildesheim, Birgit Wilken, NDR.de. An beiden Schulen ist je ein Schüler erkrankt, wie der Landkreis am vergangenen Freitag mitteilte.

26 Fälle seit Jahresbeginn

Mehrere Masern-Fälle hatte es auch an der Oskar-Schindler-Gesamtschule gegeben. Nach Impfpass-Überprüfungen dort dürfen rund 80 Schüler und Mitarbeiter die Schule bis Ende kommender Woche nicht besuchen. Zuvor war bereits das Gymnasium Andreanum mit einer erkrankten Schülerin Ende Februar vom Masernausbruch betroffen. 13 Schüler und zwei Lehrer wurden wegen fehlender Impfungen für knapp zwei Wochen von der Schule ausgeschlossen. Im Landkreis Hildesheim ist die Zahl der Masernfälle mit den beiden neu erkrankten Schülern auf 26 seit Jahresbeginn gestiegen.

Behörden setzen auf Schutz und Aufklärung

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Dutzende Schüler dürfen die Oskar-Schindler-Gesamtschule vorerst nicht betreten, weil sie keinen ausreichenden Masern-Schutz haben.

Masern gehören bundesweit zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Doch wenn der Erkrankte nicht ärztlich behandelt wird, könne es passieren, dass die Infektion nicht registriert werde, so die Sprecherin des Landkreises. Aufgrund der sehr hohen Ansteckungsgefahr setze das Gesundheitsamt in Hildesheim auf Schutzmaßnahmen, die deutschlandweit bei einem Masernausbruch gelten. Dazu gehöre die Aufklärung der Erkrankten, Krankheits- oder Ansteckungsverdächtigen, die Information der Schul- und Kindergarten-Leitungen und der Elternschaft. Darüber hinaus werde die Ärzteschaft informiert. Zudem gebe es die Möglichkeit, Impfungen zu empfehlen beziehungsweise durchzuführen. Außerdem habe das Gesundheitsamt die Möglichkeit, Betretungs- und Tätigkeitsverbote auszusprechen, machte Landkreis-Sprecherin Wilken deutlich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.03.2019 | 12:00 Uhr

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