Stand: 05.01.2018 15:19 Uhr

Krabbenfischer: Neue Netze, weniger Plastikmüll

Die Krabbenfischerei an Nord- und Ostseeküste soll umweltfreundlicher werden. Weil bislang Teile von Fischernetzen immer wieder ins Wasser gelangen, haben die Umweltministerien in Niedersachsen und Schleswig-Holstein das Forschungsprojekt "DropS" (Dolly Rope Suspension) gestartet.

Seevögel verfangen sich in abgelösten Netzteilen

Konkret geht es darin um die Suche nach Alternativen für den sogenannten Scheuerschutz von Grundschleppnetzen. Diese aus orangefarbenen Kunstofffäden bestehende Konstuktion wird europaweit unter anderem in der Krabben-, Schollen- oder Seezungenfischerei eingesetzt und soll das Netz davor schützen, an Steinen oder Muscheln aufzureißen. Unvermeidlicher Nebeneffekt ist allerdings, dass sich vom Scheuerschutz Polyethylenfäden lösen - mit negativen Folgen für die Umwelt: Denn in den orangefarbenen Fäden, die Spaziergänger mitunter auch am Strand entdecken, können sich Seevögel beim Nestbau verfangen und verenden.

Ergebnisse sollen im Jahr 2021 vorliegen

In dem nun angelaufenen Forschungsprojekt sollen neue Netze konstruiert werden, die einen Kontakt mit dem Meeresboden verringern und einen Scheuerschutz überflüssig machen sollen. Die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein stellen dafür 420.000 Euro bereit. Erste Ergebnisse sollen in drei Jahren vorliegen. "Wenn das Projekt erfolgreich verläuft, verringern wir einen Teil des Meeresmülls, der sowohl ein ökologisches als auch ein ästhetisches Problem darstellt", sagte die niedersächsische Fischereiministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) bei der Vorstellung von "DropS" am Freitag in Hannover.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.01.2018 | 14:30 Uhr

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