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Kassenärztliche Vereinigung setzt auf dezentrale Tests

Stand: 21.10.2020 10:28 Uhr

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) will keine neuen Corona-Testzentren errichten. Stattdessen setzt sie auf landesweit rund 230 Schwerpunktpraxen, in denen Abstriche gemacht werden.

Einem KVN-Sprecher zufolge handelt es sich dabei um Arztpraxen, die sich schwerpunktmäßig in Extraräumen um die Corona-Tests kümmerten. Auch andere Ärzte können ihre Patienten dorthin schicken. Neue Testzentren oder Drive-in-Stationen wie im Frühjahr sind dagegen laut KVN nicht geplant, das einzige Testzentrum am Flughafen Langenhagen werde bis zum 8. November geöffnet bleiben. Dies sei für Reiserückkehrer oder als Überlauf gedacht.

KVN: "Landkreise können Testzentren in Eigenregie errichten"

Einzelne Landkreise träten allerdings immer wieder mit dem Wunsch, ein regionales Testzentrum zu eröffnen, an die KVN heran, so der Sprecher. Dem werde zwar nicht entsprochen, die Landkreise könnten entsprechende Zentren aber in Eigenregie einrichten und die Tests über die KVN abrechnen. Darüber hinaus könnten niedergelassene Ärzte Verdachtsfälle testen. Allerdings gebe es Praxen, die etwa wegen baulicher oder personeller Engpässe keine Tests durchführen könnten.

Abstrichzentren seit Ende Juli wieder dicht

Zu Beginn der Pandemie gab es in allen 37 Landkreisen und acht kreisfreien Städten in Niedersachsen Abstrichzentren. Diese wurden Ende Juli wieder geschlossen. Jetzt sollen sich Menschen mit Symptomen an ihre Hausarztpraxis wenden und gegebenenfalls einen Termin vereinbaren. Falls die Hausarztpraxis den Abstrich nicht machen könne, solle sie an eine Schwerpunktpraxis für Verdachtsfälle überweisen, rät die KVN.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.10.2020 | 10:30 Uhr

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