"Mobiles Impfteam" steht auf einem Fahrzeug der Johanniter. © picture alliance Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Flüchtlingsrat mit mehrsprachiger Impfkampagne zufrieden

Stand: 27.07.2021 09:28 Uhr

Aus Sicht des niedersächsischen Flüchtlingsrates fördert eine mehrsprachige Impfkampagne die Impfbereitschaft unter Geflüchteten und Menschen ohne Deutsch-Kenntnisse.

"Wir haben den Eindruck, die Quote der Impfwilligen ist seit der Kampagne angestiegen", sagte der Geschäftsführer vom Flüchtlingsrat Niedersachsen, Kai Weber. Im Rahmen der Kampagne werden seit knapp zwei Monaten landesweit Flüchtlinge über die Corona-Impfung aufgeklärt. Bisher ist die Kampagne nach Angaben vom Flüchtlingsrat Niedersachsen "hervorragend angelaufen".

Weber: "Krasse Unterschiede zwischen Kommunen"

Laut Weber ist es das Ziel der Kampagne, Geflüchtete und alle Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mit grundlegenden Informationen zum Impfen zu versorgen. Man könne so gegen Vorbehalte oder Verschwörungstheorien entgegenwirken. Jedoch zeichneten sich im Beratungsangebot "krasse Unterschiede" zwischen den Kommunen ab, da manche Kommunen auf persönliche Beratung ergänzend zu den Videos verzichteten. So gingen Informationen an Betroffenen vorbei.

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Mobile Impfteams für Gemeinschaftsunterkünfte gefordert

"Es braucht auch persönliche Gespräche", ergänzte Kai Weber. Die Gemeinschaftsunterkünfte seien besonders häufig Corona-Hotspots. Hier müsse man mit mobilen Impfteams impfen. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat gemeinsam mit der niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung sowie der niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf (SPD), die Aufklärungskampagne ins Leben gerufen.

In 16 Videos klären Ärztinnen und Ärzte in ihren Muttersprachen prägnant und einfach verständlich über das Impfen gegen Corona auf. Sie thematisieren Impfreaktionen und Nebenwirkungen und widerlegen besonders verbreitete Mythen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.07.2021 | 09:00 Uhr

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