Stand: 15.10.2018 20:34 Uhr

Festnahme nach tödlichen Schüssen bei Hochzeit

Nach tödlichen Schüssen bei einer kurdischen Hochzeitsfeier vor mehr als zwei Jahren in Hannover-Vahrenheide ist der mutmaßliche Täter offenbar gefasst worden. Der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zufolge wurde ein 24-Jähriger in irakischen Provinz Dohuk festgenommen. Das Blatt beruft sich dabei auf Angaben der kurdischen Polizei. Der Mann wird verdächtigt, im März 2016 seine 21-jährige Cousine bei der Feier erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Hannover hatte noch keine Informationen über eine Festnahme. "Wir warten ab, ob uns ein solcher Fahndungserfolg mitgeteilt wird", sagte Sprecher Thomas Klinge.

Täter feuerte mehrere Schüsse ab

Hunderte Menschen waren bei der Hochzeit im März 2016 zu Gast. Darunter das spätere Opfer und der Verdächtige. Gegen 22.20 Uhr hatte der mutmaßliche Täter mehrere Schüsse auf die junge Frau abgefeuert. Die Studentin starb im Krankenhaus. Nach der Tat gerieten weitere Hochzeitsgäste aneinander. Es gab fünf verletzte Personen.

Frau wehrte sich gegen Zwangsheirat

Der Vater des Opfers erhob später in einem Beitrag auf "Facebook" schwere Vorwürfe. Seine Tochter habe sich gegen eine geplante Zwangsheirat mit ihrem Cousin gewehrt und sei "Opfer eines heimtückischen Verrats und Brauches" geworden.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 15.10.2018 | 18:00 Uhr

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