Stand: 03.05.2018 14:56 Uhr

Entlaufener Nandu von Jäger erschossen

Ein aus einem Hof in Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) ausgebüxter Nandu ist tot. Nach Angaben des Besitzers ist der exotische Laufvogel von einem Jäger erschossen worden. Der Nandu war seinem Besitzer vor etwa anderthalb Wochen während eines Gewitters aus dem Gehege im Neustädter Ortsteil Poggenhagen entlaufen. Der etwa 1,60 Meter große Vogel hatte in Panik den Gehegezaun zerstört und war entkommen.

Vogel ließ sich nicht einfangen

Etliche Tage blieb der aus Südamerika stammende Laufvogel, der auf offenem Gelände Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde erreichen kann, verschwunden. Am vergangenen Sonnabend wurde das Tier dann von einem Zeugen einen Kilometer entfernt vom Grundstück des Besitzers gesichtet. Versuche der alarmierten Polizei und des Besitzers, den Nandu mit einem Netz einzufangen, scheiterten jedoch - der Laufvogel ließ die Menschen nicht näher als etwa 20 Meter an sich heran. Aus diesem Grund holte die Polizei nach Angaben des Vogelhalters einen Jäger dazu, der das Tier erschoss.

Mehr als 200 frei lebende Nandus im Norden

Nandus stammen zwar aus Südamerika - sie gelten in Deutschland aber rechtlich als heimische Art. Zurückzuführen ist das auf einen weiteren Nandu-Ausbruch - und dessen Folgen: Nachdem zur Jahrtausendwende sieben Tiere aus einer privaten Haltung bei Lübeck ausgebrochen waren, haben sich die anpassungsfähigen Nandus im Grenzgebiet zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein niedergelassen und vermehrt. Die Population nahm darauf zunächst stetig zu. Im Herbst 2016 wurden 266 Tiere gezählt. Bei den vergangenen Zählung im Verbreitungsgebiet nahe des Ratzeburger Sees ist die Population jedoch geschrumpft: Ende März wurden 205 Tiere gezählt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 03.05.2018 | 13:00 Uhr

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