Stand: 16.08.2020 09:09 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Corona: TUI sagt Pauschalreisen nach Spanien ab

Tui-Flugzeuge am Hannover Flughafen. © dpa Bildfunk Foto: Julian Stratenschule
TUI hat seine Pauschalreisen nach Spanien wegen einer Corona-Reisewarnung vorübergehend abgesagt. (Themenbild)

Das Auswärtige Amt hat wegen steigender Corona-Zahlen eine Reisewarnung für das spanische Festland und die Balearen ausgesprochen - mitten in der Urlaubszeit. Reisende müssen sich bei der Rückkehr nach Deutschland eines Corona-Tests unterziehen oder in eine 14-tägige Quarantäne treten. Die Entscheidung der Bundesregierung hat nicht nur Auswirkungen auf Reisende, sondern auch auf Reiseveranstalter. TUI hat am Freitagabend unmittelbar auf die Nachricht aus Berlin reagiert und Pauschalreisen nach Spanien - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - abgesagt.

VIDEO: Reaktionen auf Reisewarnung für Spanien (3 Min)

Reimann: Gesundheitsschutz geht vor

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) begrüßte die Reisewarnung der Bundesregierung für die spanischen Gebiete. Die Entscheidung sei vor dem Hintergrund der zuletzt gestiegenen Infektionszahlen richtig, teilte sie am Sonnabend mit. "Für alle, die sich derzeit im Urlaub in einer der betroffenen Regionen befinden oder in nächster Zeit eine Reise dorthin antreten wollten, ist das natürlich eine bittere Nachricht, aber der Gesundheitsschutz geht vor", sagte Reimann. Wichtig sei nun, dass alle Reisenden, die aus einem Risikogebiet zurückkommen, sich in häusliche Quarantäne begeben und auf das Coronavirus testen lassen. "Nur so können wir eine weitere Verbreitung des Virus verhindern", betonte Reimann.

TUI bietet Umbuchungen für Spanien-Reisen an

Wie der Tourismuskonzern aus Hannover mitteilte, werde man den Reisenden Alternativbuchungen anbieten. Da nicht alle Kundenkontakte bekannt seien, stehe man mit Reisebüros in Verbindung. Für Urlauber in den betroffenen Feriengebieten biete TUI an, sie auf Wunsch früher als geplant nach Hause zu fliegen.

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Tourismusverband warnt vor langfristigen Einschränkungen

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft bedauert die Entscheidung aus Berlin. Sie sei allerdings nachzuvollziehen, "da der Gesundheitsschutz die höchste Priorität für die Tourismusbranche hat", sagte Generalsekretär Michael Rabe. Er warnte vor einer längeren Einschränkung. Derartige Maßnahmen müssten vor dem Hintergrund der durch die Corona-Krise stark gebeutelten Tourismusbranche "tagesaktuell überprüft und bald möglichst zurückgenommen werden", so Rabe.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.08.2020 | 18:00 Uhr

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