Stand: 27.04.2020 17:06 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Celle: Terror-Anklage gegen IS-Anhängerin

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Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat eine mutmaßliche IS-Unterstützerin angeklagt. (Themenbild)

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat Anklage gegen eine mutmaßliche Anhängerin der Terrormiliz IS erhoben. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, wirft sie der Frau aus Vechta unerlaubten Besitz von Kriegswaffen und die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Die Frau wurde Anfang Dezember nach dem Zusammenbruch der IS-Herrschaft von der Türkei abgeschoben. Sie landete mit ihren vier Kindern in Frankfurt am Main und wurde direkt in Untersuchungshaft genommen. Ein Jugendamt nahm die Kinder in Obhut.

Der IS-Rückkehrer

Panorama - die Reporter -

Er war Terrorist. Er war IS-Anhänger. Er war in Haft. Nun spricht IS-Rückkehrer Oliver N. zum ersten Mal über seinen Wunsch, wieder Teil der Gesellschaft zu sein.

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Radikalisierung von Frauen unterstützt und Ehen vermittelt

Die 30 Jahre alte Frau soll sich demnach vor sechs Jahren dem sogenannten IS angeschlossen und unter anderem in der syrischen Stadt Rakka Heiraten zwischen Frauen aus Deutschland und IS-Kämpfern vermittelt haben, teilte die Behörde in Celle mit. Dabei handele es sich um ein sogenanntes Schwesternetzwerk, das die Radikalisierung von Frauen betrieben haben soll. Die Beschuldigte habe zudem den bewaffneten Kampf ihres Ehemannes gefördert, mit dem sie gemeinsam ausgereist war. Er kam ums Leben.

Frau lehnte Aussage im sogenannten Abu-Walaa-Prozess ab

Die Frau sollte im Januar im sogenannten Abu-Walaa-Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle aussagen. Angeklagt sind dort Ahmad A. aus Hildesheim, der sich Abu Walaa nennt und bundesweit ein angesagter Video-Prediger in der militanten Islamistenszene war, sowie vier weitere Männer. Offenbar aus Angst, sich selbst zu belasten, schwieg sie - im Gegensatz zu einem der Mitangeklagten, der Ahmad A. als Deutschlandchef des IS schwer belastete und inzwischen aus der Haft entlassen worden ist. Das Gericht trennte dessen Verhandlung von dem Hauptprozess ab. Die Anklage hatte für ihn in ihrem Plädoyer vergangene Woche eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert.

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Was in Ihrer Region wichtig ist, hören Sie in den Regional-Nachrichten bei NDR 1 Niedersachsen. Hier ist der Mitschnitt der 17.00-Uhr-Sendung. Audio (09:54 min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.04.2020 | 12:00 Uhr

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