163-facher Betrug: Ex-Pastor muss in Hildesheim vor Gericht

Stand: 20.01.2021 07:50 Uhr

Ein früherer evangelischer Pastor muss sich von heute an wegen Betrugs und Urkundenfälschung in 163 Fällen vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Der 61 Jahre alte Angeklagte war Pastor in Eime bei Hildesheim und Vorstandsmitglied des Kirchenverbandes. Zwischen September 2012 und Dezember 2016 soll er gefälschte und fingierte Quittungen und Rechnungen für Essenslieferungen, Verbrauchsgegenstände der Gemeinde, Bücher und Musikinstrumente beim Kirchenamt Hildesheim eingereicht haben, um sich dadurch eine dauerhafte zusätzliche Einnahmequelle zu verschaffen. Auf diese Weise habe er laut Gericht mehr als 52.000 Euro erlangt.

2017 vom Dienst suspendiert

Die Unregelmäßigkeiten waren aufgefallen, nachdem der Mann vom Landkreis Hildesheim in die Region Hannover gewechselt war. Dort hatte er zuletzt in einer Gemeinde in Seelze gearbeitet. Die Landeskirche in Hannover hat den 61-Jährigen 2017 vom Dienst suspendiert. Der Beschuldigte hat der Staatsanwaltschaft zufolge in der ersten Stellungnahme im Jahr 2018 rund 20 Taten eingeräumt mit der Begründung, die Gelder für ärztliche Behandlungskosten benötigt zu haben. Das Gericht hat 17 Verhandlungstage angesetzt.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 18.01.2021 | 13:30 Uhr

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