Eine Frau steht mit einem Gartenschlauch in einem Garten und gießt Pflanzen. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Wasserverband Peine ruft zum Trinkwasser-Sparen auf

Stand: 18.06.2021 14:50 Uhr

Bei Hitze und Trockenheit füllen viele Menschen ihre Pools mit kühlem Wasser und gießen ihre Gärten. Der Wasserverband Peine sieht das mit Sorge.

Als erste Kommune im Umkreis bittet jetzt der Landkreis Peine bereits zu Beginn der Hitzeperiode, möglichst sparsam zu sein. Andernfalls drohe besonders zu Stoßzeiten ein Druckabfall in den Leitungen. Von 17 Uhr an bis zum späten Abend sollten die Peiner ganz darauf verzichten, Wasser für Planschbecken und Pflanzen zu nutzen, sagte Kreissprecher Fabian Laaß.

Wasserwerke bereiten sich vor

Im Peiner Raum bleibt es vorerst bei einem Appell. Der Landkreis Wolfenbüttel bereite bereits ein Verbot vor, Wasser aus Bächen und Teichen zu entnehmen. So wollen die Behörden bei Bedarf kurzfristig reagieren können, sagte eine Sprecherin NDR Niedersachsen. In Salzgitter gilt ein solches Verbot bereits länger. Einen Trinkwassermangel werde es nicht geben, beruhigt Norman Droste vom Harzwasserverband - obwohl die Talsperren derzeit bereits zehn bis 15 Prozent weniger Wasser führten, als üblich. "Wir haben uns darauf eingestellt und intern Maßnahmen eingeleitet", sagte der Unternehmenssprecher. Der Verband habe Wasser in die Granetalsperre umgeleitet und dort einen Vorrat für den Sommer angelegt.

Bislang ist Lage entspannt

In den Landkreisen Göttingen, Holzminden oder Helmstedt sei die Lage bisher entspannt, sagen Sprecher der Kommunen. Doch wenn alle ihre Gärten wässern, könne der Wassserdruck in den Abendstunden überall fallen, sagt Andreas Schmidt vom Wasserverband Gifhorn. Deshalb laufen auch in Gifhorn in diesen Hitzetagen alle Pumpen unter Volllast - knapp werde das Wasser aber nicht, versichert Schmidt.

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Dieses Thema im Programm:

Regional Braunschweig | 18.06.2021 | 15:00 Uhr

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