Stand: 12.06.2019 15:22 Uhr

Totschlag-Prozess in Göttingen: Acht Jahre Haft

Das Landgericht Göttingen hat am Mittwoch einen 29-Jährigen wegen Totschlags und der Störung der Totenruhe schuldig gesprochen.

Im Totschlag-Prozess gegen einen 29 Jahre alten Mann hat das Landgericht Göttingen den Angeklagten zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt. Außerdem soll der psychisch kranke Mann auf Anordnung des Landgerichts im Maßregelvollzug untergebracht werden. Er wurde wegen Totschlags und der Störung der Totenruhe schuldig gesprochen. Der Mann soll laut Anklage im Sommer 2017 in Katlenburg-Lindau im Landkreis Northeim einen Nachbarn getötet, zerstückelt und vergraben haben. Die Polizei war dem Angeklagten auf die Spur gekommen, als dieser nach einem Selbstmordversuch in einer psychiatrischen Klinik in Bayern die Tötung des 37-Jährigen gestanden hatte. Der nun Verurteilte führte im Sommer 2018 Beamte zu dem Grab des Getöteten. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Totschlags und der Störung der Totenruhe neun Jahre Haft und wegen Schuldunfähigkeit des Angeklagten dessen Unterbringung in der Psychiatrie beantragt, die Verteidigung eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechseinhalb Jahren. Ursprünglich war der 29-Jährige wegen Mordes angeklagt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.06.2019 | 16:00 Uhr

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