Stand: 18.02.2020 16:55 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Tödliche Flucht: Angeklagter unter Drogen

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Ein 38-Jähriger muss sich wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.

Zum Auftakt des Verfahrens vor dem Landgericht Braunschweig gegen einen 38-Jährigen, der im vergangenen Jahr bei einer Verfolgungsfahrt einen tödlichen Unfall verursacht hatte, hat der Angeklagte auf Erinnerungslücken verwiesen. Wegen Drogenkonsums könne er sich an die Fahrt sowie an den anschließenden Unfall kaum erinnern, ließ der Mann seinen Verteidiger am Dienstag erklären. Er habe seit einiger Zeit Crystal Meth konsumiert, um dem Druck als Vater und im Beruf standzuhalten. Vor der verhängnisvollen Verfolgungsfahrt sei er bei einem vielversprechenden Bewerbungsgespräch in Hamburg gewesen. Um sich darauf vorzubereiten, habe er sich aufgeputscht. Der Angeklagte bedauere das Geschehene zutiefst und bitte um Entschuldigung, so der Anwalt.

Raser-Prozess in Braunschweig gestartet

Hallo Niedersachsen -

Im Prozess um eine Verfolgungsfahrt mit tödlichem Unfall in Braunschweig muss sich ein 38-Jähriger vor Gericht verantworten. Er entschuldigte sich zu Beginn des Prozesses.

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Verfahren auch wegen Mordes eröffnet

Der Angeklagte war im August 2019 auf der Flucht vor der Polizei mit seinem Wagen gegen zwei Autos geprallt, die auf einem Abbiegestreifen warteten. Ein 33-jähriger Unbeteiligter aus Braunschweig kam bei der Kollision ums Leben. Ein weiterer Mann erlitt schwere Verletzungen und innere Blutungen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem fahrlässige Tötung vor. Das Gericht hat das Verfahren auch wegen Mordes eröffnet, weil die Mordmerkmale Heimtücke oder Verdeckung einer Straftat vorliegen könnten.

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Flucht über zwei Autobahnen

Bei seiner Flucht vor der Polizei soll der Wagen des Angeklagten mit teils mehr als 240 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein. Der Mann hatte Gas gegeben, nachdem eine zivile Polizeistreife ihn auf der A2 in der Nähe der Anschlussstelle Braunschweig-Ost kontrollieren wollte. Der Mann ignorierte die Haltezeichen und raste mit seinem schwarzen BMW Kombi in Richtung A39 davon. Als er die Autobahn an der Anschlussstelle Braunschweig-Südstadt verließ, prallte er an einer roten Ampel in die stehenden Fahrzeuge. Ein Urteil in dem Prozess soll voraussichtlich am 10. März fallen. Vorher sind vier weitere Prozesstage anberaumt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 18.02.2020 | 17:00 Uhr

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