Stand: 24.11.2022 16:14 Uhr

Testzentren-Betrug? Durchsuchungen in Northeim und Göttingen

Eine Polizeiabsperrung mit mehreren Polizeiautos im Hintergrund. © picture alliance / CHROMORANGE | Udo Herrmann Foto: Udo Herrmann
Bei den Durchsuchungen in Göttingen und Northeim wurden unter anderem Datenträger beschlagnamt. (Themenbild)

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen Betreiber von Coronatestzentren im Kreis Northeim. Sechs Männer werden beschuldigt, zwischen Dezember 2021 und Juni 2022 mehr Tests mit der Kassenärztlichen Vereinigung abgerechnet, als durchgeführt zu haben. Betroffen seien Testzentren in Moringen, Einbeck, Bad Gandersheim und Northeim, sagte der Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, Christian Wolters, dem NDR in Niedersachsen. Er gehe davon aus, dass die Beschuldigen 896.000 Euro unrechtmäßig erlangt haben. Vier Wohnungen und ein Testzentrum in Northeim, sowie eine Wohnung in Göttingen seien am Donnerstag durchsucht worden. Dabei wurden Datenträger beschlagnahmt. Die Ermittler gehen von organisierter Kriminalität aus, deshalb ermittelt die Zentralstelle für Clankriminalität der Braunschweiger Staatsanwaltschaft. Das Amtsgericht Braunschweig hat es den Ermittlern ermöglicht, über sogenannte Vermögensarrestbeschlüsse auf das Vermögen der sechs Beschuldigten zuzugreifen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 25.11.2022 | 06:30 Uhr

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Coronavirus

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