Salzgehalt der Weser soll bis 2024 gesenkt werden

Stand: 19.11.2021 10:09 Uhr

Die Salzbelastung der Weser soll weiter reduziert werden. Darauf haben sich die für den Wasserschutz zuständigen Ministerien der vier Bundesländer verständigt, durch die die Weser fließt.

Von heute 2.310 Milligramm Chlorid pro Liter sollen die Zielwerte bis zum Jahr 2024 auf 1.580 Milligramm abgesenkt werden. Danach wollen Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen prüfen lassen, ob für die Jahre 2026 und 2027 eine weitere Absenkung möglich ist. Die neuen Vorgaben lägen deutlich unter denen, die der Salz- und Düngemittelhersteller K+S beantragt habe, teilte die Weserkonferenz mit. Die Arbeitsplätze in der Region seien dennoch nicht gefährdet.

Lies: K+S wird in die Pflicht genommen

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) zeigte sich zufrieden. Mit dem Beschluss werde Verlässlichkeit geschaffen und K+S "in ganz neuer Form in die Pflicht" genommen, die Einleitmengen weiter deutlich zu reduzieren, so der Minister. Die Zielwerte würden automatisch umgesetzt, es sei denn, der Kali-Konzern nenne wirklich unabwendbare Gründe. Damit sei endlich eine "realistische Perspektive" geschaffen, dass die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden, sagte Lies.

K+S leitet seit langer Zeit Salzabwässer in die Werra, die einer der beiden Hauptquellflüsse der Weser ist. Die Folgen sind laut Umweltschützenden dramatisch: Die Ökosysteme beider Flüsse seien weitgehend zerstört, sagen sie.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 19.11.2021 | 06:30 Uhr

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