Stand: 17.04.2019 14:03 Uhr

SEK-Einsatz: Getöteter drohte mit Spielzeugwaffe

Der getötete 28-Jährige hatte sich in einer Wohnung dieses Gebäudes in Salzgitter verschanzt. Der Polizei sagte er, er habe eine scharfe Waffe bei sich.

Der 28-Jährige, der bei einem SEK-Einsatz in Salzgitter erschossen wurde, hatte lediglich eine Spielzeugpistole bei sich. Der Mann hatte sich vergangene Woche in der Wohnung eines Bekannten verschanzt und die Polizei bedroht. Er selbst habe den Beamten gegenüber behauptet, eine scharfe Waffe bei sich zu tragen. In dem abgedunkelten Raum habe das Spielzeug aus Sicht der Spezialkräfte wie eine echte Pistole ausgesehen, sagte Julia Meyer von der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Mittwoch. Als der 28-Jährige nach mehrfacher Aufforderung und Warnschüssen nicht nachgegeben habe, sei er erschossen worden.

Getöteter soll 22-Jährigen umgebracht haben

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft eigenen Angaben zufolge, ob der 28-Jährige erschossen werden wollte. In seiner Wohnung, die die Beamten später durchsuchten, habe sich eine scharfe Waffe befunden. Zudem hatte die Polizei dort die Leiche eines 22-Jährigen gefunden. Laut Staatsanwaltschaft kannten sich die beiden Männer. Ob und von wem der Jüngere getötet wurde beziehungsweise ob er sich selbst das Leben nahm, werde noch ermittelt. Deshalb gibt die Staatsanwaltschaft bislang keine weiteren Details zu dem Fall bekannt. Es besteht laut Staatsanwaltschaft der Verdacht, dass der 28-Jährige den jungen Mann umgebracht hat.

28-Jähriger war bereits verletzt

Ausgangspunkt für den SEK-Einsatz und die anschließende Durchsuchung war ein Notruf am Donnerstagabend: Ein Mann rief die Polizei, weil sich in seiner Wohnung ein Bekannter - der 28-Jährige - befinden würde, der ärztliche Hilfe benötige. In der Wohnung stießen Beamte dann auf den 28-jährigen verwundeten Mann, der sich verbarrikadiert hatte. Woher dessen Verletzungen stammten, gibt die Staatsanwaltschaft wegen der laufenden Ermittlungen nicht preis. Das später hinzu gerufene Spezialeinsatzkommando (SEK) versuchte demnach zunächst, mit dem Mann zu sprechen und ihn zur Kooperation zu überreden. Als dies nicht gelang, fiel der tödliche Schuss.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.04.2019 | 14:00 Uhr

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