Stand: 12.07.2017 09:30 Uhr

Risiko Trampolin: Immer mehr verletzte Kinder

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Auf dem Sprung: Immer mehr Kinder nutzen Gartentrampoline - das führt zu immer mehr Unfällen.

Es gehört immer öfter zur Grundausstattung der Gärten im Land: ein eigenes Trampolin, auf dem Kinder und manchmal auch die Eltern herumtoben. Doch die Universitätsmedizin Göttingen warnt jetzt: Immer mehr Kinder und Jugendliche verletzen sich beim Springen auf den Sportgeräten - zum Teil schwer. "Die Zahl der Verunglückten steigt von Jahr zu Jahr", sagte der Unfallchirurg Christopher Spering von der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Täglich Brüche, Wunden, Gehirnerschütterung

Fast täglich müssen laut Spering in den Frühjahr- und Sommermonaten junge Patienten wegen Knochenbrüchen, Verstauchungen, Platzwunden oder Gehirnerschütterungen ärztlich versorgt werden. Die Gesamtzahl der Unfälle auf Gartentrampolinen hat sich in Deutschland innerhalb von 15 Jahren mehr als verdreifacht, wie eine Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) belegt.

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"Keine Kinderbetreuungsstätte"

Am gefährlichsten seien dabei Stürze auf den Boden sowie Stürze auf den Trampolinrand und die Stahlfedern. Die DGOU rät, Kinder unter sechs Jahren nicht auf ein Gartentrampolin zu lassen, sondern sie erst später an das Sportgerät heranzuführen. "Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass ein Trampolin keine Kinderbetreuungsstätte ist", sagte Chirurg Spering. Problematisch werde es, wenn mehrere Kinder gleichzeitig springen: Dann komme es oft zu Zusammenstößen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 12.07.2017 | 07:30 Uhr

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