Ein Landwirt erntet auf einem staubigen Feld Kartoffeln. © picture alliance Foto: Julian Stratenschulte

Niedersachsen richtet neues Ackerbauzentrum ein

Stand: 22.03.2021 17:11 Uhr

Mit einem Ackerbauzentrum will das Agrarministerium den Dialog zwischen Bauern, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stärken. So solle die Wertschätzung für die Landwirtschaft verbessert werden.

Das Zentrum werde bis Mitte des Jahres im Raum Braunschweig/Helmstedt an den Start gehen, sagte Ministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Am Montag stellte sie die Ackerbau- und Grünlandstrategie des Landes vor. Dabei geht es auch darum, den Ackerbau in Zukunft nachhaltiger zu betreiben. Ziel sei, den Ertrag der Landwirtinnen und Landwirte zu sichern und Ökologie und Vielfalt gerecht zu werden, so Otte-Kinast.

Dialog mit Bevölkerung stärken

Ein weiterer Schwerpunkt ist demnach der Dialog mit der Gesellschaft. "Wir müssen erklären, was wir tun - auf dem Acker ebenso wie in der Tierhaltung", betonte die Ministerin. Die Gesellschaft habe heute erheblich größere Anforderungen, was Klima-, Umwelt-, Arten-, Gewässer- und Tierschutz angehe. Am Ende führe steigende Wertschätzung auch zu mehr Wertschöpfung auf den Höfen, so Otte-Kinast.

Landvolk mit Strategie zufrieden

Die Ackerbau- und Grünlandstrategie beschäftigt sich unter anderem mit der Humuserhaltung und der Förderung der Artenvielfalt, aber auch mit Konflikten um die Bewässerung von Flächen. Beim Pflanzenschutz sieht die Strategie eine gezielte Förderung von und Forschung zu Alternativen zum Einsatz von chemischen Mitteln vor. "Ich freue mich, dass die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen noch von der Politik erwünscht ist", sagte der Vorsitzende des Pflanzenbau-Ausschusses des Landvolks Niedersachsen, Karl-Friedrich Meyer. Das Signal sei, dass die Ackerflächen, die die Landwirtschaft noch habe, nach den neuesten Erkenntnissen produktiv bewirtschaftet werden müssten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.03.2021 | 16:00 Uhr

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