Eine Schülerin mit einem Teller Mittagessen in den Händen. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene Foto: Jens Kalaene

Kein Schulessen: Braunschweigs OB fordert Geld für Familien

Stand: 21.12.2020 15:55 Uhr

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) fordert, Gelder für Schulessen an Familien zu zahlen. Einen entsprechenden Brief hat er an Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) geschickt.

Die Schulen sind wegen der Corona-Pandemie geschlossen - daher wird dort momentan auch kein Essen ausgegeben. Die für das Schulessen vorgesehenen Bundesgelder sollten direkt an die betroffenen Menschen fließen, so die Forderung aus dem Rathaus. Die Mittel kommen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT). Auch für die Zeit nach dem 10. Januar geht Markurth nach eigenen Angaben davon aus, dass Schulen so schnell nicht wieder öffnen oder aber auf ein Wechselmodell aus Distanz- und Präsenzunterricht setzen. "Für einkommensschwache Familien bedeutet dies, dass sie auf die Leistung des kostenfreien Mittagessens für ihre Kinder verzichten müssen", so der OB. Dies führe zu finanziellen Einbußen. Außerdem sei damit ein regelmäßiges warmes Mittagessen für viele Kinder und Jugendliche nicht gesichert.

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Alternativ auf Außer-Haus-Lieferung umzustellen sei für Braunschweig nicht umsetzbar, so Markurth. Den 17 für Schulen zuständigen Catering-Unternehmen der Stadt fehlten dafür die nötigen personellen und logistischen Mittel. Anders in Wolfsburg: Dort gebe es nur einen großen Dienstleister, der zudem eine Tochtergesellschaft der Stadt ist. In Wolfsburg waren im ersten sogenannten Lockdown im Frühjahr deshalb wöchentlich Boxen mit Mittagessen verteilt worden. Die Stadt Braunschweig hatte damals alternativ einen 30-Euro-Gutschein pro BuT-berechtigtem Kind ausgeteilt.

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