Stand: 14.01.2019 11:43 Uhr

Göttinger distanziert sich in Video vom IS

Der aus Ägypten wegen Terrorverdachts abgeschobene Göttinger Student hat sich am Wochenende in einer Videobotschaft auf dem sozialen Netzwerk Facebook von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) und "jeglicher Gewalt" distanziert. Er sagte, er habe in Ägypten lediglich seine Großeltern besuchen wollen. Er dankte in dem Video auch den deutschen Behörden, die sich um seine Freilassung bemüht hätten.

"Aussagen unter Zwang gemacht"

Der aus Göttingen stammende Mann erklärte, er sei Student und hoffe, dass er bald nach Saudi-Arabien zurückkehren könne, um seinen durch ein Stipendium finanzierten Aufenthalt dort fortsetzen zu können. Zudem erklärte der 23-Jährige, die Aussagen, die er gegenüber den ägyptischen Behörden gemacht habe, entsprächen nicht der Wahrheit, er habe diese Angaben unter Zwang gemacht. Die ägyptischen Medien hatten dagegen erklärt, der Festgenommene habe sich auf der Halbinsel Sinai dem IS anschließen wollen.

Ein mutmaßlicher Islamist?

Am Freitag hatte die für Terrorismusbekämpfung zuständige Celler Generalstaatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass geprüft werde, ob es im Fall des Göttinger Studenten Hinweise für hier verfolgbare Straftaten gebe. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, dass der 23-Jährige den deutschen Behörden als mutmaßlicher Islamist bekannt sei.

Zwei Wochen in ägyptischer Haft

Der Göttinger war vor rund zwei Wochen am Flughafen Kairo von ägyptischen Sicherheitsbehörden festgenommen worden. Erst Ende vergangener Woche kehrte der Mann, der die deutsche und die ägyptische Staatsbürgerschaft besitzt, wieder nach Deutschland zurück.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 14.01.2019 | 11:30 Uhr

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