Stand: 03.05.2021 15:30 Uhr

Göttingen muss Nigerianerin volle Sozialleistungen zahlen

Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle. © picture alliance Foto: Julian Stratenschulte
Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat die Stadt Göttingen zur Zahlung von Sozialleistungen an eine Nigerianerin verurteilt. (Themenbild)

Das Landessozialgericht Celle hat die Rechte von Geflüchteten gestärkt, die zwar in einem anderen EU-Land anerkannt, dort aber unmenschlichen Behandlungen ausgesetzt sind. Die Stadt Göttingen hatte die Leistungen einer aus Nigeria geflüchteten Frau gekürzt, die bereits in Italien anerkannt ist. Die alleinerziehende Mutter sei nur nach Deutschland eingereist, um hier finanzielle Leistungen zu beziehen, so der Vorwurf. Das Gericht ging aber von einer extremen materiellen Notlage aus, was einer unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung gleichkomme. Die Frau habe sich in Italien prostituieren und betteln müssen. Gegen das Urteil kann die Stadt Göttingen noch in die Revision gehen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 03.05.2021 | 06:30 Uhr

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