Stand: 17.07.2018 14:46 Uhr  | Archiv

Diesel-Skandal: Akteneinsicht für VW-Beschuldigte

Bald könnte es für beschuldigte Manager im VW-Abgasskandal ernst werden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat für diesen Dienstag den Versand wichtiger Ermittlungsakten an die Anwälte der Beschuldigten angekündigt. Dies gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zu möglichen Anklagen.

Anklage noch in diesem Jahr?

Die Akteneinsicht erlaubt es den Verteidigern, die Vorwürfe zu prüfen und sich dazu zu äußern. Danach entscheidet die Staatsanwaltschaft abschließend über eine Anklage. Ob dies noch 2018 geschehen soll, ist unklar. Ursprünglich war die Akteneinsicht frühestens für Anfang August erwartet worden. Die Unterlagen betreffen 39 Beschuldigte im Fall der Software-Manipulationen beim Stickstoffdioxid-Ausstoß. In drei Fällen geht es um Marktmanipulation. Ermittelt wird unter anderem gegen Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn, den neuen Konzernchef Herbert Diess und den Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dieter Pötsch.

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Dunkle Wolken ziehen über das Betriebsgelände von Volkswagen in Wolfsburg. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

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Volkswagen hat das von der Staatsanwaltschaft Braunschweig verhängte Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro akzeptiert. Am Vormittag will sich die Staatsanwaltschaft zu Details äußern. (14.06.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 17.07.2018 | 14:30 Uhr

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