Stand: 21.05.2018 17:10 Uhr

70.000 neue Buchen für den Nationalpark Harz

Die Waldentwicklung im Nationalpark Harz schreitet voran: In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter des Nationalparks rund 70.000 Buchen gepflanzt. 35 Hektar neuer Naturwald, das entspricht fast 50 Fußballfeldern, können daraus nach Angaben von Sabine Bauling vom Nationalpark Harz entstehen.

Laubwald-Anteil steigt weiter

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Die große Waldinventur

22.08.2017 18:15 Uhr
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Im Nationalpark Harz werden Bäume, Pflanzen und Tiere auf knapp 24.000 Hektar gezählt. Bisher als Nutzwald betrieben, soll der Harz nach und nach der Natur zurückgegeben werden. Video (28:32 min)

Das tausendfache Setzen von Buchen ist Teil eines seit den 1990er-Jahren laufenden Programms, mit dem die Waldstruktur im Harz wieder in seine Ursprungsform gebracht werden soll. Die Buche war die dominierende Baumart, bis der Wald intensiv bewirtschaftet wurde. Über Jahrzehnte wurden die Laubbäume durch schnellwachsende Fichten ersetzt. Seitdem dominieren monotone Fichtenwälder - die anfällig sind für Schädlinge, wie etwa den Borkenkäfer. Durch entsprechende Anpflanzungen konnte der Laubwald-Anteil im länderübergreifenden, mehr als 24.000 Hektar großen Nationalpark in den vergangenen Jahren auf 18 Prozent gesteigert werden.

Neue Methode scheint sich zu bewähren

Bei den Pflanzungen der vergangenen Wochen sind die Verantwortlichen nach eigenen Angaben nach einer neuen Methode vorgegangen. Erstmals seien Buchen mit Wurzelballen verpflanzt worden. Dafür wurden sie bereits vor einem Jahr in Holz-Containern ausgesät. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon zwei Vorteile: Zum einen verlängert sich nach Angaben von Sabine Bauling dadurch die Zeit, in der Buchen eingepflanzt werden konnten, zum anderen ist die Anwachsquote deutlich angestiegen. 95 Prozent aller Pflanzen würden anwachsen, sagte Bauling. In den Jahren zuvor habe es dagegen Ausfälle von bis zu 20 Prozent gegeben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.05.2018 | 16:00 Uhr

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