Stand: 09.11.2018 18:23 Uhr

Herrnburg: MV und SH feiern Mauerfall-Jahrestag

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Vor 30 Jahren noch nicht denkbar: Eine Regierungschefin aus Mecklenburg-Vorpommern und ein Ministerpräsident aus Schleswig-Holstein beim gemeinsamen Laternenumzug.

An der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Herrnburg (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist am Freitag des Falls der Mauer vor 29 Jahren gedacht worden. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei ihrem Besuch eines Wohngebietes auf dem ehemaligen Grenzstreifen sagte, wachse genau dort eine neue Generation heran, die den Tag nur noch aus den Geschichtsbüchern kenne. "Gerade hier möchten wir mit Menschen, die auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze zusammenleben, ins Gespräch kommen darüber, wie das damals losging", ergänzte Schwesig. Der 9. November zeige, dass Demokratie, Freiheit und Einheit erkämpft und geschützt werden müssten.

Frank Breuner mit Manuela Schwesig und Daniel Günther

Gedenkfeier zum Mauerfall in Herrnburg

Nordmagazin -

Die Ministerpräsidenten aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein treffen sich in Herrnburg an der ehemaligen Grenze. Frank Breuner berichtet von vor Ort.

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Diskussion mit Schülern aus der Region

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Bildungsministerinnen Hesse und Prien diskutieren zusammen mit Ministerpräsidentin Schwesig und Schülern in Herrnburg.

Die Bildungsministerinnen beider Länder, Birgit Hesse (SPD) und Karin Prien (CDU) diskutierten zusammen mit Schwesig im Rahmen der Veranstaltung mit Schülern aus Lübeck und dem Kreis Nordwestmecklenburg in einer Schule in Herrnburg. Dabei sollte es insbesondere um die Zukunftsperspektiven dieser Generation in der nördlichen Region gehen. Später traf Schwesig mit ihrem Amtskollegen aus Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), zusammen. Gemeinsam nahmen sie an einem Laternenumzug teil und besuchten das Martinsspiel in der Herrnburger Kirche. Im Anschluss war eine Begegnung mit Bürgern geplant.

Gemeinsame "Land und Leute" aus Herrnburg

Im April 1958 wurde dort, wo einst eine Straße Lübeck-Eichholz und Herrnburg verband, ein rot-weißer Schlagbaum aufgestellt, der die innerdeutsche Grenze markierte.

Nach dem Mauerfall im November 1989 hatten DDR-Grenztruppen und Bundesgrenzschutz einen Monat später gemeinsam eine Übergangsstelle zwischen Herrnburg und dem Lübecker Stadtteil Eichholz eingerichtet. Anlässlich des Jahrestages sendeten das Nordmagazin und das Schleswig-Holstein Magazin eine gemeinsame Ausgabe "Land und Leute" vom ehemaligen Grenzübergang Herrnburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.11.2018 | 09:00 Uhr

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