Stand: 17.11.2019 15:25 Uhr

Volkstrauertag: "Demokratie als Lebensform achten"

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Landtagspräsidentin Hesse betonte die Bedeutung der Demokratie für eine friedliche Welt. (Archivbild)

Anlässlich des Volkstrauertags ist am Sonntag in mehr als 40 Städten und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert worden - unter anderem in Moidentin, Bibow, Bad Sülze, Tessin und Güstrow. Der Gedenktag wird traditionell zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen.

Gedenkstunde im Landtag

Beim zentralen Gedenken im Landtag erinnerte Parlamentspräsidentin Birgit Hesse an die Millionen gefallenen und verwundeten Soldaten der beiden Weltkriege, an die zahlreichen zivilen Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen, an die in den Vernichtungslagern Getöteten und an die auf der Flucht Gestorbenen. Sie gedachte auch der Bundeswehrsoldaten, die in ihrem Dienst ums Leben kamen.

Hesse: Demokratische Grundwerte weitergeben

Ein demokratisch gefasstes Gemeinwesen sei der Garant für eine friedliche, tolerante und freiheitliche Welt, so Hesse: "Die Menschen werden allerdings nur friedlich und gemeinschaftlich miteinander leben und sich gegenseitig achten, wenn sie die Demokratie nicht nur als Staatsform, sondern auch als Lebensform achten und bewahren." Die demokratischen Grundwerte müssten an Kinder und Enkelkinder weitergegeben werden. In dieser Tradition des Weitergebens stehe der Volkstrauertag.

Caffier besucht polnische Kriegsgräberstätte

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte am Sonnabend bereits an einem Gedenken auf der Kriegsgräberstätte im polnischen Stare Czarnowo (Neumark) teilgenommen. Dort waren im April die Gebeine von 1500 deutschen Kriegstoten beigesetzt worden. Caffier ist auch Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.11.2019 | 08:00 Uhr

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