Stand: 09.12.2022 10:59 Uhr

Vogelgrippe: Wie gefährlich ist das Virus?

In Europa hat sich die Vogelgrippe wieder ausgebreitet. Auch in Norddeutschland werden neue Fälle verzeichnet - so etwa in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Besonders der hochansteckende Geflügelpest-Erreger der Typen H5 und H7 bereitet Geflügelhaltern Sorgen. Betroffen sind vor allem Hühner und Puten sowie Enten und Gänse. Die Preise etwa für Gänse sind deutlich gestiegen. Viele Verbraucher und Tierhalter fragen sich, wie sie sich und ihr Haustier vor dem Erreger schützen können. Wie gefährlich ist das hochansteckende Influenza-A-Virus für Tiere und Menschen?

Vogelgrippe oder Geflügelpest - was ist der Unterschied?

Vögel können - ähnlich wie Menschen - an Grippe erkranken. Der Erreger der Vogelgrippe (aviäre Influenza, von lat. "avis" für Vogel) kommt vor allem bei Wasservögeln vor. "Diese Viren gehören zum Ökosystem Wildvogel", so Thomas C. Mettenleiter vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems. Vogelgrippe-Viren treten in zwei Varianten (gering-/hochpathogen) und verschiedenen Subtypen (H1-16 in Kombination mit N1-9) auf. Sogenannte geringpathogene aviäre Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome. Allerdings können diese Viren spontan zu einer hochinfektiösen Form mutieren, die sich dann klinisch als Geflügelpest zeigt. "Der Name Geflügelpest bedeutet, dass es eine Seuche ist", so Mettenleiter. Der Begriff steht also für einen schweren Verlauf der Vogelgrippe mit vielen Todesfällen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 05.12.2022 | 11:00 Uhr

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