Blick auf das Hinweisschild vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg. © dpa Foto: Bernd Wüstneck

Verdacht auf schwere Brandstiftung im Klinikum Neubrandenburg

Stand: 11.10.2021 05:10 Uhr

Am frühen Sonntagmorgen hat es im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg gebrannt. Ursache dafür war eine Brandstiftung. Vier Löschfahrzeuge und mehr als 20 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren vor Ort.

Nachdem eine Stationsschwester gegen 6 Uhr Brandgeruch und eine starke Rauchentwicklung auf dem Flur der Station bemerkte, informierte sie umgehend die Feuerwehr.

Betroffene Station musste evakuiert werden

Mehr als 20 Einsatzkräfte der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr Neubrandenburg eilten mit vier Löschfahrzeugen zum Einsatzort. Der Brand konnte dadurch zwar schnell gelöscht werden, durch die starke Hitzeentwicklung hatte sich allerdings ein großer Teil der Deckenverkleidung entzündet. Deswegen mussten die 21 Patienten, die sich auf der Station befanden, in Sicherheit gebracht werden. Verletzt wurde dabei aber niemand. Zwei Stationsschwestern mussten allerdings mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung medizinisch behandelt werden. Die Station wurde durch das Feuer so stark verrußt, dass sie bis auf weiteres nicht mehr nutzbar ist. Der Sachschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt.

Verdächtiger festgenommen

Nach den Löscharbeiten wurde festgestellt, dass in einem Gemeinschaftsbad ein Handtuchspender in Brand gesetzt worden war. Verdächtigt wird in diesem Zusammenhang ein 44 Jahre alter Mann, der sich ebenfalls als Patient auf der Station befand. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.10.2021 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Grenzpfähle markieren die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen. © picture alliance Foto: Stefan Sauer

Hochrisikogebiet Polen: Diese Einreisebestimmungen gelten jetzt

Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionen gelten fortan wieder schärfere Bestimmungen bei der Einreise. mehr