Stand: 12.07.2020 09:57 Uhr

Tschernobyl-Hilfstransport aus Marlow am Ziel

Mitglieder der "Tschernobyl-Hilfe" in Marlow beladen im Juni 2002 einen Lkw mit Hilfsgütern. © NDR Foto: Screenshot
Wegen der Corona-Pandemie konnte die Marlower Tschernobyl-Hilfe ihren Lkw erst Ende Juni beladen. (Archivbild)

Der Ende Juni gestartete Hilfstransport der Marlower "Tschernobyl-Hilfe" hat sein Ziel an der ukrainisch-weißrussischen Grenze erreicht. Wie der Verein mitteilte, hat die Verteilung an Bedürftige in der Grenzregion zum ukrainischen Unglücksreaktor Tschernobyl begonnen. Seit 30 Jahren ist die "Tschernobyl-Hilfe" aktiv - doch in diesem Jahr war es schwierig: Erst machte die Corona-Pandemie den Ehrenamtlern einen Strich durch die Rechnung und der für März geplante Hilfstransport musste abgesagt werden. Dann kam Corona-bedingt auch noch das Aus für die jährliche Sommerferienzeit für weißrussische Kinder in Marlow.

Nächster Hilfstransport für September geplant

Ende Juni dann der erste Lichtblick: Deutsche und weißrussische Behörden genehmigten kurzfristig eine Hilfsgüterlieferung per 40-Tonner - allerdings ohne Begleitung der Marlower Vereinsmitglieder. Nun ist die Ladung aus Pflegebetten, Wäsche und Hygiene-Artikeln für ein Altenheim in der Ortschaft Wuinowitschi im Südosten Weißrusslands sowie 600 Pakete für Familien, Kindergärten und Schulen mit Kleidung, Schulsachen, Rollstühlen, Kinderwagen und Spielzeug angekommen und wird von Helfern vor Ort in den kommenden Tagen verteilt. Wie der Verein in Marlow mitteilte, ist ein weiterer Hilfsgüter-Transport mit Spenden aus ganz Deutschland für Ende September geplant.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.07.2020 | 08:00 Uhr

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