Stand: 28.05.2017 11:29 Uhr

Tonnenabschlagen wird immaterielles Kulturerbe

Das Barther Kinderfest und die Tradition des Tonnenabschlagens entlang der Küste sind in das immaterielle Kulturerbe Deutschlands aufgenommen worden. Am Montag werden die Urkunden dazu von der Deutschen Unesco-Kommission überreicht.

Kinderschützenfest mit langer Geschichte

Das Barther Kinderfest ist ein Kinderschützenfest mit Armbrust und Taube und wurde 1828 zum ersten Mal gefeiert. Seit 1867 dürfen daran auch Mädchen teilnehmen. Seither sei die Tradition des Kinderfests weitergegeben und stets ausgebaut worden, um heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, lobte die Deutsche Unesco-Kommission.

Hoch zu Ross gegen die Heringstonne

Das Tonnenabschlagen ist ein alter Brauch, der vornehmlich in Küstennähe von Mecklenburg und Vorpommern gepflegt wird. Bei dem Wettkampf reiten die Teilnehmer nacheinander im Galopp durch eine Bahn und schlagen mit einem Holzknüppel nach einer mit Laub und bunten Bändern geschmückten Heringstonne. "Tonnenkönig" ist, wer das letzte Stück der Tonne abschlägt. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wird das Fest jährlich begangen. Insgesamt pflegen mehr als 50 Orte den Brauch in unterschiedlicher Weise.

Sechs prägende Bräuche aus dem Land verzeichnet

Aus Mecklenburg-Vorpommern stehen dem Schweriner Bildungsministerium zufolge damit sechs Traditionen in dem Verzeichnis prägender Bräuche. Schon seit einigen Jahren gehören das Malchower Volksfest, das Reetdachdecker-Handwerk, die Niederdeutschen Bühnen und das Köhlerei-Handwerk dazu.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.05.2017 | 11:00 Uhr

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