Straßenbahnen-Zusammenstoß: Ermittlungen gegen Fahrer

Stand: 05.11.2020 15:59 Uhr

Zwei Wochen nach dem Straßenbahnunfall in Rostock, bei dem zwölf Menschen verletzt wurden, rückt der Fahrer der aufgefahrenen Bahn immer stärker ins Zentrum der Ermittlungen. Laut Polizei soll er als Beschuldigter angehört werden.

In einem der wohl schwersten Straßenbahnunfälle in jüngster Zeit in Rostock ermittelt die Polizei gegen einen der Fahrer. Der 33-Jährige, der bei dem Unfall schwer verletzt wurde, soll als Beschuldigter angehört werden. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, so eine Polizeisprecherin.

Unbesetzte Straßenbahn war in Bewegung

Der Fahrer war mit einer Linienbahn auf eine andere Straßenbahn aufgefahren, die gerade aus der Werkstatt gekommen war und die Bremsen prüfte. Die leere Bahn stand allerdings nicht auf der Strecke nahe der Kunsthalle, als der Unfall passierte. Eine Videoauswertung habe gezeigt, dass sie sich bewegte. Durch den Zusammenstoß wurden zwölf Menschen teilweise schwer verletzt - darunter auch der Fahrer der Linienbahn, der eingeklemmt wurde und erst nach einiger Zeit befreit werden konnte.

Hoher Schaden entstanden

Ihm gehe es wieder besser, so die Polizei. Wann er befragt werden soll, wurde nicht gesagt. Alle Beteiligten seien als Zeugen geladen. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden bei dem Unfall auf eine Million Euro ein. Allein 700.000 Euro Schaden entfallen auf die Linienstraßenbahn. Die Rostocker Straßenbahn AG kommentierte den Ermittlungsstand nicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.11.2020 | 16:00 Uhr

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