Eine Grafik zeigt einen Entwurf des Stadthafens in Rostock zur Bundesgartenschau BUGA 2025 mit einem neuen Landesmuseum (links), einer Fußgängerbrücke über die Warnow und einer Markthalle (rechts). © Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Steuerzahlerbund lehnt Rostocker BUGA-Brücke ab

Stand: 10.10.2020 09:48 Uhr

Vor der Entscheidung der Rostocker Bürgerschaft hat der Bund der Steuerzahler Mecklenburg-Vorpommerns die für die Bundesgartenschau (BUGA) 2025 geplante Warnowbrücke kritisiert.

Es sei nicht gelungen, mögliche Alternativen wie zum Beispiel eine Fährverbindung gleichberechtigt zu prüfen. Damit drohe eine Verschwendung von Steuergeld. Die aktuelle Planung für die Brücke geht von Kosten in Höhe von mindestens 36 Millionen Euro aus. Auch die beabsichtigte breite Bürgerbeteiligung vor der Entscheidung der Bürgerschaft Ende Oktober sei nicht gelungen, so der Bund der Steuerzahler.

Brücke ist zentrales BUGA-Projekt

Die rund 1.000 Meter lange Warnowbrücke ist eines der zentralen Projekte der BUGA-Planer. Sie soll mit sechs Metern Breite eine Art Schnellweg für Radler und Fußgänger vom Rostocker Stadthafen hinüber nach Gehlsdorf werden, wo der BUGA-Garten entstehen soll. In der Mitte kann sie aufgeklappt werden, damit größere Boote und Schiffe sie auf der Warnow passieren können. Gut 80 Prozent der Kosten sollen vom Bund und vom Land übernommen werden.

Auch Segler gegen die Querung

Kritisiert wird das Vorhaben auch von Segelvereinen. Serge von Weber vom Rostocker Yachtclub sagte NDR 1 Radio MV, die Brücke werde nicht verbinden, sondern trennen. Eine Elektrofähre wäre insgesamt kostengünstiger und ökologisch nachhaltiger. Andere halten die Brücke für überflüssig, schließlich gebe es bereits einen Radweg rund um die Warnow in Rostock.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.10.2020 | 07:20 Uhr

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