Stand: 21.06.2020 07:34 Uhr

Corona: Sondergenehmigung für Tschernobyl-Hilfe

Mitglieder der "Tschernobyl-Hilfe" in Marlow beladen im Juni 2002 einen Lkw mit Hilfsgütern. © NDR Foto: Screenshot
Fast drei Stunden dauerte es, bis der Lkw beladen war.

Rund 30 Mitglieder und Unterstützer der "Marlower Tschernobyl-Hilfe" haben am Wochenende einen Lkw mit Hilfsgütern beladen. Der Transport geht Anfang der kommenden Woche auf die Reise nach Weißrussland zu Menschen, deren Leben seit 1986 von der Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl in der benachbarten Ukraine betroffen ist. Corona-bedingt hat sich der Transport in diesem Jahr um mehrere Monate verzögert. Nun kann er mit Sondergenehmigungen der deutschen und der weißrussischen Behörden losgeschickt werden.

VIDEO: Tschernobyl-Hilfe in Marlow wieder aktiv (3 Min)

600 Pakete für Familien

Seit 30 Jahren ist die "Tschernobyl-Hilfe" aktiv. Ausgerechnet im Jubiläums-Jahr behindern die Corona-Regeln die ehrenamtliche Arbeit. Nun aber sind einige Hürden benommen. Die Hilfsfracht besteht vor allem aus Pflegebetten, Wäsche und Hygiene-Artikeln für ein Altenheim in der Ortschaft Wuinowitschi im Südosten Weißrusslands. Darüber hinaus wurden knapp 600 Pakete für Familien, Kindergärten und Schulen mit Kleidung, Schulsachen, Rollstühlen, Kinderwagen und Spielzeug verladen - alles Spenden, die der Verein gesammelt hat. Ende September will der Verein einen zweiten Hilfstransport losschicken. Die sonst seit 30 Jahren üblichen Sommerferien für Kinder aus der Region Weißrussland in Marlow, die der Verein organsiert, mussten wegen der Corona-Bestimmungen abgesagt und aufs kommende Jahr verschoben werden.   

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Blick aus einem Flugzeug auf den zerstörten Reaktor des Atomkraftwerkes Tschernobyl. © picture alliance/AP Images

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.06.2020 | 08:00 Uhr

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