Stand: 01.01.2018 13:25 Uhr

Silvesterfeiern im Nordosten meist friedlich

Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern haben überwiegend friedlich ins neue Jahr gefeiert. Dennoch mussten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste landesweit zu mehreren Hundert Einsätzen ausrücken, wie die Polizei am Neujahrsmorgen mitteilte.

Fassadenbrand an Mehrfamilienhaus in Rostock

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Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Rostock wurden zwei Menschen leicht verletzt.

Im Rostocker Stadtteil Brinckmannsdorf geriet die Fassade eines Mehrfamilienhauses in Brand. Die Flammen hatten von brennenden Müllbehältern aus auf die Fassade und den Dachstuhl übergegriffen. Das Haus musste von der Feuerwehr evakuiert werden, wie die Polizei mitteilte. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Das Gebäude ist unbewohnbar. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Der Schaden wird auf mehr als 250.000 Euro geschätzt.

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Lärm, Gewalt und Brände

Haupteinsatzgründe für Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr waren neben Lärmbelästigungen und Gewaltdelikten zahlreiche Brände, die durch unzulässigen Umgang mit Böllern und Silvesterraketen entstanden sind. In Stralsund brannte eine Gartenlaube, verletzt wurde dabei niemand. In Schwerin entstand nach einem Containerbrand größerer Sachschaden, als das Feuer von dem Container auf einen Carport und ein dort abgestelltes Auto übergriff. Auch das angrenzende Wohnhaus hatte bereits gebrannt, als die Feuerwehr eintraf. Im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock nahmen die Beamten insgesamt 37 Körperverletzungsdelikte auf. In den meisten Fällen sei es bei kleineren Verletzungen geblieben, hieß es.

So bunt startete der Norden ins neue Jahr

Frau und Kind durch Böller verletzt

In Löcknitz wurde ein fünfjähriger Junge durch einen Silvesterböller am Oberschenkel leicht verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 64-jährigen Mann, der den Böller gezündet haben soll. In Graal-Müritz wurde eine Frau durch einen geworfenen Feuerwerkskörper am Auge verletzt. Der Tatverdächtige konnte ermittelt werden. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. In Wismar attackierte laut Polizei eine Gruppe junger Leute eine weitere Gruppe aus Deutschen und Armeniern. Sie skandierten zunächst fremdenfeindliche Parolen und feuerten anschließend gezielt Silvesterraketen auf die Gruppe. Eine Person wurde leicht verletzt.

Historischer Brunnen in Güstrow stark beschädigt

In Güstrow beschädigten Unbekannte den historischen Borwinbrunnen im Stadtzentrum schwer. Wie die Polizei mitteilte, brachten sie Feuerwerkskörper an einer Säule an. Durch die Wucht der Detonation brach ein Brunnen-Element ab. Die Art des benutzten Sprengkörpers sei noch unklar. Der Schaden wird auf mehrere 10.000 Euro geschätzt. Der Borwinbrunnen steht seit 1889 am Güstrower Pferdemarkt. Der Brunnen soll an die Gründung der Stadt und an deren Stifter Fürst Heinrich Borwin II. erinnern. Schon an Silvester 2003 war er stark beschädigt worden.

In Schwerin sprengten Unbekannte mit Silvesterböllern den Verstärkerpunkt eines Telefonanbieters. Dadurch starteten in einem Umkreis von etwa 500 Metern im Innenstadtbereich westlich des Schweriner Schlosses zahlreiche Menschen ohne Fernsehempfang, Internet und Festnetztelefon in das neue Jahr. In Roggendorf in Nordwestmecklenburg wurde ein Zigarettenautomat zerstört, der Schaden beträgt rund 10.000 Euro. In Bad Doberan fiel ein betrunkener Mann von einem Balkon und verletzte sich schwer.

Erstes Kind im neuen Jahr in Hagenow geboren

Das erste Kind, das 2018 in Mecklenburg-Vorpommern geboren wurde, heißt Alvin Karl Mannigel. Sieben Minuten nach Mitternacht erblickte der 3.950 Gramm schwere und 54 Zentimeter große Junge das Licht der Welt in Hagenow. Die 36-jährige Mutter aus Boizenburg und ihr Sohn seien beide gesund und wohlauf, wie die Hebamme berichtete.

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In Norddeutschland ist es bei den Feiern zu Silvester größtenteils friedlich geblieben. Bei Unfällen mit Böllern verletzten sich allerdings wieder einige Menschen schwer. mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.01.2018 | 08:00 Uhr

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