Stand: 09.08.2020 12:23 Uhr

Seehafen Wismar: Fliegerbombe erfolgreich entschärft

Im Seehafen Wismar ist eine amerikanische Fliegerbombe entschärft worden. Die Aktion wurde wochenlang vorbereitet, die eigentliche Entschärfung dauerte eine knappe Stunde. Nun soll die Bombe abtransportiert und zerlegt werden. Experten des Munitionsbergungsdienstes hatten im Zuge einer Bauanfrage auf historischen Luftbildern einen verdächtigen Punkt entdeckt, der Verdacht erhärtete sich später.

120 Kilo Sprengstoff in zwölf Metern Tiefe

Die 250-Kilo-Bombe lag in zwölf Metern Tiefe, um sie zu erreichen mussten von einem privaten Kampfmittelräumunternehmen Spundwände vibrationslos in das Erdreich gepresst werden. Anschließend konnten die Mitarbeiter ein fünf mal fünf Meter großes Loch ausheben. Die Bombe hatte zwei Aufschlagzünder, einen am Kopf und einen am Boden. Nach Auskunft des Entschärfers waren diese auch vor der Entschärfung entsichert. Warum die gut 120 Kilogramm Sprengstoff bis dahin nicht explodierten, ist unklar.

300 Meter Sicherheitskreis

Während der Vorbereitungen und der eigentlichen Entschärfung war um die Bombe ein Sicherheitskreis von 300 Metern eingerichtet. Da hier niemand wohnt oder arbeitet, gab es vorab keine Evakuierungen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.08.2020 | 12:00 Uhr

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