Stand: 28.09.2020 05:04 Uhr

Schweriner See: Kajakfahrer treibt stundenlang im Wasser

Ein abendlicher Blick vom Schlosspark auf die Stadt, Schloss, Theater, Museum und Dom © NDR Foto: Reiner Gerlach aus Berlin
Ein Kajakfahrer ist auf dem Schweriner Innensee gekentert. Der Verunglückte wurde aufgrund der Wetterverhältnisse nicht bemerkt. (Symbolbild)

Ein auf dem Schweriner See gekenterter Kajakfahrer hat sich aus eigener Kraft an Land gerettet, nachdem er rund sieben Stunden im Wasser getrieben war. Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei war das Doppelkajak des 53-jährigen Schweriners am Sonnabendnachmittag bei Dauerregen, starkem Wind und Wellengang auf Höhe der Untiefe "Krummer Berg" gekentert. Das nächste Ufer war mehr als einen Kilometer entfernt.

Mann treibt stundenlang im 17 Grad kalten Wasser

Der Mann schaffte es nicht, sein Boot aus eigener Kraft wieder aufzurichten. Er habe es an einer Kardinaltonne der Untiefe festgemacht und sich auf seiner wasserdichten Kajaktonne im 17 Grad kalten Wasser in Richtung des mehr als zwei Kilometer entfernten Schweriner Schlosses treiben lassen, so die Polizei. Wegen des schlechten Wetters habe bis Einbruch der Dunkelheit niemand seine Hilferufe bemerkt. Nach mehreren Stunden im Wasser gelang es dem Mann schließlich nach Mitternacht, auf der Schlossinsel an Land zu gehen.

Objektschutz des Schlosses alarmiert Rettungswagen

Dort wurde der völlig erschöpfte Sportbootfahrer vom Objektschutz des Schlosses entdeckt. Er wurde stark unterkühlt mit einem Rettungswagen in die Helios-Kliniken gebracht. "Sein Plus war, dass der Mann eine gute Kondition hatte", sagte die Polizeisprecherin. Die Wasserschutzpolizei machte sich anschließend auf die Suche nach dem Kajak. Doch an der Kardinaltonne fanden die Beamten nur noch die Leine, mit der der 53-Jährige sein Kajak befestigt hatte. Die Suche nach dem Kajak sowie die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern laut Wasserschutzpolizei an.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 27.09.2020 | 19:00 Uhr

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