Schwerin: Der Tisch für die Befragung von Zeugen steht vor Prozessbeginn gegen einen Mann im Verhandlungssaal im Landgericht. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin: Stiefvater gesteht Kindesmissbrauch vor Gericht

Stand: 04.01.2022 17:25 Uhr

Ein 45-Jähriger aus Bad Kleinen hat vor dem Landgericht Schwerin gestanden, seine Stieftochter mehrfach vergewaltigt zu haben. Er habe auch Foto- und Videoaufnahmen von einigen Taten mit seinem Handy gemacht, so der Angeklagte in seinem Geständnis.

Der Mann soll das Kind laut Anklage bereits 2016 missbraucht haben. Das Mädchen war da 6 Jahre alt. Gegen den Stiefvater hatte es schon 2019 einen Prozess in Schweinfurt in Bayern gegeben. Dort wohnte die Familie bis 2020. Das Verfahren wurde eingestellt, da die Taten schwer zu beweisen waren.

Urteil wird Ende Januar erwartet

In Schwerin hatte die Staatsanwaltschaft 48 Taten angeklagt. Da auch hier schwer Beweise zu finden waren, wurden am Ende neun Taten verhandelt. Diese gestand der Angeklagte. Das Mädchen war zur Zeit der eingestandenen Taten elf Jahre alt. Er habe den Eindruck gehabt, das Kind sei in ihn verliebt gewesen, so der Stiefvater. Später hatte er dem Mädchen gedroht, Fotos und Videos zu veröffentlichen, falls es der Mutter etwas erzählt.

Als das Mädchen dann doch Anzeige erstattete, hatte der Mann anfangs seinen 18-jährigen Sohn beschuldigt. Dem Angeklagten drohen bis zu fünfeinhalb Jahre Haft. Ein Urteil wird Ende Januar erwartet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.01.2022 | 16:00 Uhr

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