Stand: 12.07.2019 18:27 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Schleuse abgesackt: Wasserweg bleibt gesperrt

Bild vergrößern
Pro Jahr passieren üblicherweise rund 10.000 Wasserfahrzeuge die Scheuse - auf ihrem Weg von Berlin-Brandenburg zur Mecklenburgischen Seenplatte oder umgekehrt. (Symbolbild)

Bei der Sanierung der Schleuse Zaaren an der Oberen Havel-Wasserstraße bei Templin (Uckermark) gibt es erneut Probleme. Wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mitteilt, bleibt der Wasserweg von Berlin zur Mecklenburgischen Seeplatte bis auf Weiteres geschlossen.

Teil der Schleuse abgesackt

Beim Herausziehen der 16 Meter langen Bohlen, die die Baugrube gesichert hatten, sei das gesamte sogenannte Oberhaupt der Schleuse abgesackt, heißt es. Das Oberhaupt ist der Teil, an dem das obere Schleusentor befestigt ist. Warum das passiert ist, wissen die Experten vor Ort noch nicht. Klar ist aber, dass die Schleuse nun nicht vor April 2020 betriebsbereit sein wird.

Rund 10.000 Boote pro Jahr auf Durchreise

Der Schaden bei etlichen Bootscharter-Unternehmen und anderen Tourismusanbietern in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wird damit noch größer. Pro Jahr passieren üblicherweise rund 10.000 Wasserfahrzeuge die Scheuse - auf ihrem Weg von Berlin-Brandenburg zur Mecklenburgischen Seenplatte oder umgekehrt. Beim überwiegenden Teil handelt es sich dabei um Sportboote.

Keine zumutbare Ausweichstrecke

Eine zumutbare Ausweichstrecke gibt es nicht. Seit November 2018 wird an der Schleuse gebaut und seitdem gibt es auch immer wieder Probleme, Zeitverzögerungen und Kostensteigerungen. Zuletzt hieß es, eine Wiederinbetriebnahme sei für Anfang August geplant.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.07.2019 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:06
Nordmagazin