Stand: 14.02.2018 11:21 Uhr

Rinderzuchtverband: Milchpreis fällt deutlich

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Mit dem Preisverfall des Milchpreises steigen die Viehverkäufe. Gerade kleinere Betriebe können die Preisschwankungen kaum kompensieren,.

Die Botschaft sollte eigentlich lauten "Es geht nach der Milchkrise wieder bergauf", doch jüngste Entwicklungen des Milchpreises in Mecklenburg-Vorpommern dämpfen die Erwartungen des Rinderzuchtverbandes, der zur Generalversammlung nach Güstrow geladen hat.

Milchbranche ist beunruhigt

Nach einem kurzen Aufschwung des Milchpreises im vergangenen Halbjahr fällt er seit Jahresbeginn wieder deutlich. Das Deutsche Milchkontor (DMK), das größte Molkerei-Unternehmen in Deutschland, das auch die meiste Milch aus Mecklenburg-Vorpommern verarbeitet, hat nach Aussage der Landwirte innerhalb von zwei Monaten den Rohmilchpreis um 10 auf 31 Cent pro Liter gesenkt, um etwa ein Viertel. Das reicht eigentlich nicht, um anständig zu wirtschaften. Die Landwirte befürchten, dass sich das Dilemma der gerade vergangenen Milchkrise wiederholt.

Kühe stehen nebeneinander an einer Melkmaschine angesclossen.

Milchbauern sehen die nächste Krise kommen

Nordmagazin -

Der sinkende Milchpreis war eines der Hauptthemen beim Treffen des Rinderzuchtverbandes in Güstrow. Daneben ging es jedoch auch um den kürzlichen Ausbruch des Rinderherpesvirus.

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Kleinere Milchviehbetriebe in Gefahr

Gerade kleinere Milchviehbetriebe sind den Schwankungen des Milchpreises oftmals nicht gewachsen. Die Branche rechnet wegen der Preisentwicklung deswegen mit weiteren Betriebsaufgaben. Der kurzzeitig höhere Milchpreis im vergangenen Halbjahr habe nicht gereicht, um die Verluste der Krise auszugleichen. Um davon möglichst zu profitieren, haben viele Landwirte im Nordosten mehr Milch produziert. Im Januar waren dies bundesweit etwa fünf Prozent mehr als vor einem halben Jahr.

Vorjahresbilanz: Weniger Rinder, weniger Zuchtbetriebe

Die Vorjahresbilanz des Rinderverbands fällt insgesammt durchwachsen aus. Die Auswirkungen der Milchkrise werden stetig deutlicher, heißt es im Bericht. So sei die Zahl der Zuchtrinder um über 5.000 Tiere, insgesamt um etwa vier Prozent gesunken, außerdem hätten neun Prozent der Betriebe die Rinderzucht aufgegeben. Dies spürt auch die Rinderallianz, ein Tochterunternehmen des Verbands. Um etwa 15 Prozent sei der Absatz von Rindersperma für die Zucht gesunken, im Export waren es den Angaben zufolge fast 30 Prozent.

Rekordumsatz: Viehverkäufe steigen an

Die Betriebsaufgaben durch die Milchkrise sorgten unter anderem für einen Anstieg der Viehverkäufe, hieß es auf der Genralversammlung. Den Angaben zufolge vermeldete die Rinderallianz einen Rekordumsatz von fast 89 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das Unternehemen gehört bundesweit zu den bedeutensten Viehexporteuren. Erstmals wurden nach Unternehmensangaben mehr als 100.000 Rinder pro Jahr vermarktet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.02.2018 | 12:00 Uhr

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