Stand: 16.02.2019 13:17 Uhr

Raser und Falschparker: Millionen für Kommunen

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Raser und Falschparker überweisen jährlich mehr als 20 Millionen Euro an die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild)

Tempo-Sünder und Falschparker haben 2018 durch Bußgelder rund 20 Millionen Euro in die Kassen der Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern gespült. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Landkreisen und Städten ergeben. 2017 waren die Bußgeld-Einnahmen der Kommunen noch um ein Drittel höher. Allein der Landkreis Ludwigslust-Parchim nahm im vergangenen Jahr knapp 5,8 Millionen Euro an Bußgeldern aus der Verkehrsüberwachung ein. Im Vorjahr waren es noch rund 5,5 Millionen Euro.

Kommunen: Verkehrsüberwachung soll Sicherheit bringen

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verbuchte 5,6 Millionen Euro, der Landkreis Rostock fast 4,2 Millionen, die Stadt Rostock 3,2, Vorpommern-Greifswald knapp drei Millionen Euro und die Landeshauptstadt Schwerin nahm auf diese Weise 2,35 Millionen Euro ein, wie die Kommunen mitteilten. Den immer wieder geäußerten Vorwurf der Abzocke wiesen sie zurück. Vielmehr diene die Verkehrsüberwachung dazu, um Unfallschwerpunkte sicherer machen.

Es bleibt nicht viel übrig

Von dem Geld bleibt jedoch nicht allzu viel übrig. Der Aufwand für Blitzer-Geräte und Politessen erreicht demnach fast die Höhe der Einnahmen. So hatte die Hansestadt Stralsund 2018 zwar gut 1,3 Millionen Euro Einnahmen aus Blitzern und Knöllchen. Die Personal- und Sachkosten für die Verkehrsüberwachung und die Bußgeldstelle betrugen laut einer Sprecherin 1,1 Millionen Euro. Der Überschuss - rund 200.000 Euro - fließt in den Stadthaushalt. Schwerins Stadtsprecherin Michaela Christen sagte: "Erträge und Aufwände gleichen sich annähernd aus." Im kommunalen Ordnungsdienst der Landeshauptstadt seien 32 Mitarbeiter beschäftigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.02.2019 | 13:00 Uhr

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