Der Verkehr rollt über die westliche Hälfte der Petersdorfer Brücke der Autobahn A19 Berlin-Rostock, der östliche Teil ist weitgehend fertiggestellt. © dpa Foto: Bernd Wüstneck

Petersdorfer Brücke wird nach und nach freigegeben

Stand: 19.11.2020 19:15 Uhr

Seit Jahren mussten Autofahrer auf der A19 an der Petersdorfer Brücke Behinderungen einplanen. Die Brücke war marode und musste neu gebaut werden. Nun ist ein Ende der Bauarbeiten in Sicht.

Nach mehr als fünf Jahren Bauzeit ist die Petersdorfer Brücke im Verlauf der A 19 im Wesentlichen fertig. Seit Donnerstag sind beide Brücken über den Petersdorfer See bei Malchow (Mecklenburgische Seenplatte) befahrbar, wenn auch noch mit reduzierter Geschwindigkeit.

Spuren werden etappenweise freigegeben

Nach der bereits neu gebauten westlichen Teilbrücke, wo der Verkehr nach Süden rollt, wurde gegen Mittag auch die östliche Teilbrücke freigegeben. Dort führt vorerst nur eine Fahrspur Richtung Rostock. Vom 4. Dezember an soll es wieder zweispurig in beide Richtungen gehen. Nach Abschluss aller Restarbeiten und dem Rückbau der provisorischen Verkehrsführung sind ab 18. Dezember auch höhere Geschwindigkeiten möglich. Dann wird auch der Blitzer Richtung Berlin abgebaut.

Staus und Kontrollen am Nadelöhr

An der Brückenbaustelle wird seit Jahren streng kontrolliert. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat durch die Blitzer pro Jahr rund zwei Millionen Euro eingenommen. Die A19 ist die wichtigste Strecke von Süden zur Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Die zwei Teilbrücken aus DDR-Zeiten waren marode und mussten ersetzt werden. Anfangs gab es lange Staus, da es nur eine Spur pro Fahrtrichtung gab. Ab 2018 rollte der Verkehr - mit starker Geschwindigkeitsbeschränkung - wieder vierspurig über die westliche Teilbrücke, die zuerst gebaut worden war.

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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Foto: Ronald Wittek

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Schwieriger Baugrund treibt Kosten in die Höhe

Der Neubau der Petersdorfer Brücke und die Erneuerung der Anschlusstelle Waren sollten eigentlich nur drei Jahre dauern und 43 Millionen Euro kosten. Jetzt betragen die Kosten rund 62 Millionen Euro. Das liegt vor allem an dem schwierigen Baugrund im Petersdorfer See: Laut Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) war die Gründung der Fundamente sehr kompliziert: "Durch den schwierigen See-Baugrund aus Sand mussten bis zu 60 Meter tiefe Betonpfähle mit einem Durchmesser von 1,80 Meter eingebaut werden." Das sei doppelt so lang wie die Stützen, die jetzt bei der Autobahn 20 im Moorgrund bei Tribsees eingebaut werden.

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Einspurig pro Richtung rollt der Verkehr über die Petersdorfer Brücke bei Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 19.11.2020 | 19:00 Uhr

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