Die "Akademik Tscherski" wird aus dem Hafen Wimsar geschleppt. © Christoph Woest Foto: Christoph Woest

Nord Stream 2 verlegt nun mit zwei Schiffen

Stand: 27.04.2021 14:30 Uhr

Nord Stream 2 steigert das Tempo beim Bau der Ostseepipeline. Seit heute ist vor Dänemark ein weiteres Verlegeschiff im Einsatz.

Nach einigen Tests hat der russische Rohrverleger "Akademik Tscherskiy" damit begonnen, die Pipeline in der ausschließlichen Wirtschaftszone Dänemarks zu verlegen, das teilte die Nord Stream 2 AG am Dienstagvormittag mit.

Rohrverlegung in dänischem und deutschem Gewässer

Das andere Verlegeschiff - die "Fortuna" - arbeitet derweil etwa auf halber Strecke zwischen Rügen und der Tscherskiy. Zusammen sollen die beiden Schiffe die verbleibenden 120 Kilometer Doppelrohrstrang verlegen - davon etwas mehr als 90 Kilometer in dänischen Gewässern und knapp 30 Kilometer im deutschen Abschnitt. Für diesen ist allerdings aufgrund einer Klage der Deutschen Umwelthilfe die Baugenehmigung in einem Vogelschutzgebiet bis Ende Mai ausgesetzt. Ab Juni gilt dann eine reguläre Erlaubnis, die bereits zu Projektbeginn vor gut drei Jahren erteilt worden war.

Sanktionen erwartet

Der Doppelstrang soll bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich von Russland nach Deutschland befördern. Die USA wollen die Fertigstellung verhindern und verhängten im Januar zum ersten Mal Sanktionen gegen ein am Bau beteiligtes Unternehmen. Betroffen ist das russische Unternehmen KVT-RUS, das die "Fortuna" betreibt. Experten rechnen damit, dass die "Akademik Tscherski" ebenfalls sanktioniert wird. 

Weitere Informationen
Die "Akademik Tscherski" wird aus dem Hafen Wimsar geschleppt. © Christoph Woest Foto: Christoph Woest

Nord Stream 2: Verlegeschiff verlässt Hafen Wismar

Nachdem es fünf Wochen lang umgerüstet wurde, hat das russische Rohrverlegeschiff "Akademik Tscherski" den Hafen Wismar wieder verlassen. mehr

Im Hafen von Mukran auf Rügen lagern noch Rohre für die Ostseepipeline Nord Stream 2. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer/

Nord Stream 2: Kritik an geplanter Stiftung zum Weiterbau nimmt zu

Die Vorsitzende des Rates für Umwelt und Nachhaltigkeit, Theresia Crone, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. mehr

Das russische Verlegeschiff "Fortuna" verlässt am 14. Januar 2021 den Hafen Wismar. © Christoph Woest Foto: Christoph Woest

Nord Stream 2: Hürdenlauf auf hoher See

Dass die jüngst gegründete Umwelt-Stiftung der Landesregierung MV Sanktionen verhindern kann, glaubt Politikwissenschaftler Sascha Lohmann nicht. mehr

Pipeline-Rohrelemente © dpa - Bildfunk Foto: Jens Büttner

Nord Stream 2: Studie zweifelt an Erdgas als Brückentechnologie

Anders als von der Landesregierung MV behauptet, sei Erdgas keine Brückentechnologie, so Forscher der Gruppe "Scientists for Future". mehr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Jacken und Rucksäcke von Kindern hängen an einer Garderobe. © imago/Thomas Müller

Corona in MV: Öffnungen für Schulen, Gastronomie und Tourismus

Am 17. Mai öffnen die Schulen und Kitas. Danach folgen Gastronomie, Einzelhandel, körpernahe Dienstleistungen und Hotels. mehr