Stand: 21.10.2019 17:10 Uhr

Neubrandenburg: Neue Ortsumgehung freigegeben

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Infrastrukturminister Pegel (zweiter von links) verspricht sich große Entlastungen von der neuen Strecke.

Erstmals in seiner Geschichte hat Neubrandenburg jetzt auch offiziell eine Ortsumgehung. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) gab den ersten Bauabschnitt am Montag symbolisch frei. Die insgesamt 3,8 Kilometer lange Strecke hat laut Pegel 72 Millionen Euro gekostet - größtenteils getragen vom Bund. Darin enthalten ist neben der heute eingeweihten Strecke der Bau einer Hochbrücke, die auch bereits fertiggestellt ist.

Verbindung zwischen B96 und B104

Autos können seit dem Nachmittag über die neue Straße rollen. Die Ortsumgehung verbindet die B96 aus Süden mit der B104 nach Osten in Richtung A20. "Sie wird eine große Entlastung für die Neubrandenburger und ihre Gäste bringen", sagte Minister Pegel. An den Ein- und Ausfahrtstraßen würden durch die neue Stecke die Lärm- und Schadstoffemissionen reduziert werden, so der Vertreter des Bundes, Enak Ferlemann.

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Asbestbelasteter Schutt musste entsorgt werden

Die Fertigstellung der Straße erfolgte mit rund dreimonatiger Verspätung. Die Deges als Bauherr habe enorme Mengen an Abfall und Schutt entsorgen müssen, ein Drittel davon sei asbestbelastet gewesen - insbesondere durch den Abriss von Gartenlauben, wie es hieß. Innerhalb des nächsten Jahres soll noch eine neue Brücke gebaut werden, um dem den Stau am Bahnübergang in Richtung Norden zu reduzieren.

Nun sind Stadt und Land am Zug

Der weitere Bau der Ortsumgehung ist dann nicht mehr Angelegenheit des Bundes. Denn die ehemalige Bundesstraße nach Greifswald wurde durch das Land im Zuge des Baus der A20 zur Landesstraße heruntergestuft. Damit müssen Stadt und Land nun alleine für den weiteren Ausbau der Ortsumgehung sorgen. Denn nach dem Bau der Brücke über die Bahnschienen muss es ja auch weiter gehen, sagte Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos): "Wie lösen wir das Problem, dass die Verkehrsbelastung in der Nordstadt nicht zu hoch ist und wie bauen wir eine Gemeindestraße, die dann den Lückenschluss bis hin zur Landesstraße bildet?"

Ost-Nord-Verbindung durchs Industriegebiet

Neubrandenburg hat immer noch fast 50 Millionen Euro Schulden - da ist das Geld in der Stadtkasse knapp, sagte Witt: "Wir haben jetzt einen Antrag gestellt beim Wirtschaftsministerium zur Revitalisierung des Industriegebietes. Da ist auch die eine oder andere Straße dabei." Es soll versucht werden, darüber zumindest einen Teil des Problems zu lösen, erklärte der Oberbürgermeister. Mit der Wiederbelebung des Industriegebiets könnten auch dort auch Straßen aus- oder neugebaut werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.10.2019 | 17:30 Uhr

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